Anderlecht lacht zuletzt – Gent schmeisst Tottenham raus

Anderlecht ist in den Sechzehntelfinals der Europa League mit einem dunkelblauen Auge davongekommen. Das Team von René Weiler schaffte das Weiterkommen erst in letzter Minute. Tottenham musste hingegen die Segel streichen.

  • Anderlecht eliminiert Zenit St. Petersburg dank einem Treffer in der 90. Minute
  • Gökhan Inler spielt beim siegreichen Besiktas durch, ein Treffer gelingt ihm knapp nicht
  • Tottenham spielt ab der 39. Minute und einem Horrorfoul von Dele Alli in Unterzahl

Anderlecht war mit einem 2:0-Polster ins Rückspiel auswärts gegen Zenit St. Petersburg gestiegen. Ein Polster, das nach 72 Minuten aufgebraucht und nach 78 Minuten wertlos war. Giuliano hatte gegen eine heillos überforderte belgische Defensive soeben auf 3:0 erhöht.

Für den Tabellenführer der Jupiler League schien die Sache gelaufen. Doch der entscheidende Auswärtstreffer gelang dem Weiler-Team doch noch – allerdings erst in der 90. Minute. Den Belgiern dürfte dies allerdings herzlich egal sein.

Nikosia überraschend weiter

Ebenfalls im Achtelfinal steht Apoel Nikosia. Nach der 2:3-Auswärtsniederlage gegen Athletic Bilbao kamen die Zyprioten im Heimspiel zu einem 2:0-Erfolg und warfen die Spanier damit aus dem Wettbewerb.

Das Horrorfoul von Tottenhams Alli

0:41 min, vom 23.2.2017

Eine Runde weiter ist auch Besiktas Istanbul. Gegen den israelischen Vertreter Be'er Scheva setzten sich die Türken, bei denen Gökhan Inler durchspielte, mit dem Gesamtskore von 5:2 durch. Der ehemalige Nati-Captain verpasste einen Torerfolg mit einem Abschluss aus grosser Distanz nur knapp.

Alli schwächt Tottenham früh

Neben Weilers Anderlecht hat auch der zweite belgische Vertreter den Sprung in die Achtelfinals geschafft. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Tottenham reichte den Belgiern ein 2:2 fürs Weiterkommen. Die Engländer mussten ab der 39. Minute zu zehnt auskommen: Dele Alli sah nach einem üblen Einsteigen gegen Brecht Dejaegere direkt Rot.

Lyon mit dem Schützenfest des Abends

Mit Abstand am meisten Tore fielen zwischen Lyon und Alkmaar – wenn auch ziemlich ungleich verteilt. Die Franzosen hatten bereits das Hinspiel auswärts in den Niederlanden mit 4:1 gewonnen. Im Rückspiel doppelte der Tabellenvierte der Ligue 1 mit einem 7:1-Kantersieg nach. Ob sich Lyon bereits für die Achtelfinals warm geschossen hat?

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 23.02.2017, 22:20 Uhr