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Europa League Chelseas EL-Triumph in letzter Sekunde

Chelsea hat in Amsterdam die Europa League gewonnen. Die Londoner setzten sich gegen Benfica Lissabon mit 2:1 durch. Branislav Ivanovic erzielte den Siegestreffer in der Nachspielzeit.

Chelsea und Benfica Lissabon hatten sich im Europa-League-Final in Amsterdam bereits mit der Verlängerung arrangiert, als die Briten noch einmal zu einem Eckball kamen. Juan Mata zirkelte den Ball auf den Kopf von Branislav Ivanovic, der in der 93. Minute zum Londoner Sieg traf. Es war ein glücklicher Sieg Chelseas, das lange Zeit blass und unter seinem Wert aufspielte.

Benfica zu Beginn besser

Benfica hatte den besseren Start ins Spiel erwischt und kombinierte sich immer wieder in Chelseas Strafraum. Die Portugiesen agierten im gegnerischen Strafraum aber etwas gar umständlich, echte Torgefahr kreierte die verspielte Lissaboner Offensive praktisch nie.

Chelsea fand selten eine Antwort auf Benficas Wirbel. Lampards Weitschuss in der 38. Minute - von Benfica-Keeper Artur glänzend pariert - blieb lange das einzige Highlight der Londoner. «In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut», räumte selbst Chelsea-Stürmer Fernando Torres ein. In der 51. Minute hatte sein Team zudem Glück, dass Oscar Cardoso bei einem Kopfball zwar das Tor traf, dabei aber hauchdünn im Offside stand.

Glückliche Führung durch Torres

Erst nach rund einer Stunde kamen die Briten besser ins Spiel und dank Torres zur Führung. Der Spanier erlief einen langen Ball, umspielte Luisao und Artur und traf zur aufgrund der Spielanteile wenig verdienten Führung.

Nun kontrollierte plötzlich Chelsea das Spiel, wirkte stilsicher und souverän – bis Verteidiger César Azpilicueta gut 20 Minuten vor Schluss den Ball im Strafraum mit dem Oberarm berührte. Cardoso verwertete den folgerichtigen Elfmeter ohne Mühe, Benfica war zurück in der intensiven Partie.

Chancen auf beiden Seiten

In der Schlussphase hatten beide Teams Chancen auf den Siegestreffer. Cardoso scheiterte mit einem Weitschuss an Petr Cech, Frank Lampard hämmerte den Ball auf der Gegenseite ans Torgehäuse. Und plötzlich liess Ivanovic Chelsea doch noch jubeln. «Ich hatte das Gefühl, der Ball ist 35 Sekunden in der Luft. Das ist einer der wichtigsten Momente meiner Karriere.», jubelte der Matchwinner.

361 Tage nach dem Triumph in der Champions League darf sich Chelsea nun also die kleine europäische Krone aufsetzen. Für den Bezwinger des FC Basel in den Halbfinals ist es der versöhnliche Abschluss einer Saison ohne nationalen Titel, welche die hohen eigenen Ansprüche nicht erfüllt hatte.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Eigentlich unglaublich, dass ein solches Spiel in der letzten Minute dadurch entschieden wird, dass der Torhüter bei einem Eckball zuerst falsch steht und dann nicht einmal versucht, zum Ball zu springen, sondern ihm nur nachschaut. Ein Torhüter sieht in einer solchen Szene immer schlecht aus, aber solche Fehler kommen halt vor. Schade für Benfica, das einmal mehr als grosser Verlierer vom Platz geht, aber wir müssen auch einsehen, dass Chelsea insgesamt verdient gewonnen hat.
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    1. Antwort von RedRaf, Bern
      Lieber Juha! Bei so einem Ball geht kein Torhüter der Welt aus dem Tor! Der Eckball wurde sehr schön in den 16er hineingedreht! Das Problem war vielmehr, dass der Benfica-Keeper die Pfosten nicht abdecken lies. Wäre ein Mann am Pfosten gestanden wäre dieser Kopfball nie im Tor gelandet und das Spiel wäre sicherlich noch min. 2 x 15min weitergegangen!
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    2. Antwort von tobi, glarus
      redraf: das problem war das der mann der den pfosten abdeckte , denselbigen verliess um im 16ner einen freien spieler abzudecken. Hab das bei Sky bei der Analyse gesehen. dem torhüter kann man nichts vorwerfen meiner meinung nach...
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Ihr habt beide Recht, von Schuld kann schon gar keine Rede sein. Es ist halt passiert, die Verteidiger und der Torhüter haben es zusammen verbockt. Stellen wir uns vor, was in ihren Köpfen vorgegangen sein muss: Nur noch wenige Sekunden zu spielen, man denkt schon an die Verlängerung, zudem ist man hundemüde und konzentriert sich nicht mehr zu 100%. - Diese x-te Niederlage in einem europäischen Final tut deshalb weh, weil Benfica seit den Eusebio-Zeiten eine alte Liebe von mir ist.
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  • Kommentar von river, 6300 zug
    man war das ne minimale leistung von chelsea. like the team aber benfica war klar die bessere Mannschaft oder hat chelsea auf die letzten fünf minuten gewartet? Aber de egli hat sich gmacht ;) vielleicht jetzt reif für ein trainerposten
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