Starke Luzerner schlecht belohnt

Der FC Luzern hat es verpasst, sich in der 3. Runde der EL-Quali in eine gute Position zu bringen. Im Heimspiel gab es für die Innerschweizer ein 1:1 gegen Sassuolo.

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den US Sassuolo in der Heimarena heisst es für den FC Luzern im Rückspiel in einer Woche: Verlieren verboten. Dann könnten die «Leuchten» in die Playoffs zur Europa League einziehen.

Hykas Unachtsamkeit

Die Babbel-Elf startete wie die Feuerwehr in die Partie. Nach einem Lattentreffer von Markus Neumayr war das Spiel erst 8 Minuten alt, als Marco Schneuwly sehenswert mit einem leicht abgefälschten Weitschuss die Führung markierte. In der Folge hatte das Heimteam alles im Griff – bis auf eine, im Nachhinein fatale, Ausnahme: Jahmir Hyka holte Marcello Gazzola im Strafraum von den Beinen (40.), Domenico Berardi verwandelte den fälligen Penalty.

Luzerns Aufwand ohne Ertrag

Auch nach dem Pausentee stellte Luzern die gefährlichere Mannschaft. Marco Schneuwly, Nicolas Haas (beide 48.) und Neumayr (65.) vergaben beste Chancen. Glück nahmen die Innerschweizer hingegen in Minute 79 in Anspruch, als Alfred Duncan für die Norditaliener einen Ball ans Lattenkreuz zirkelte.

Tragischer Held Neumayr

Symptomatisch für den Auftritt der Luzerner stand der zweikampfstarke Neumayr, welcher zum tragischen Held avancierte:

  • 5. Minute: Neumayr trifft nach einer schönen Kombination nur die Latte.
  • 8. Minute: Der Deutsche erkämpft sich auf Höhe der Mittellinie das Leder. Daraus entsteht das einzige Tor der Luzerner.
  • 65. Minute: Elfmeter für die Innerschweizer. Statt die Vorentscheidung herbeizuführen, scheitert Neumayr vom Punkt kläglich.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 28.07.2016, 21:28 Uhr