Zum Inhalt springen

Europa League Zürich erkämpft sich «Final»

Zwei Penaltys legten den Grundstein für den 3:1-Sieg des FC Zürich über Apollon Limassol. Auf den FCZ wartet in der letzten Runde der Gruppenphase in der Europa League nun ein «Final» in Mönchengladbach.

Legende: Video «Live-Highlights Zürich-Limassol» abspielen. Laufzeit 4:11 Minuten.
Vom 27.11.2014.

Zürichs Erfolg gegen Apollon Limassol basiert nicht alleine auf den Entscheidungen von Schiedsrichter Kristo Tohver. Schlecht gesinnt war der Este dem FCZ aber wahrlich nicht. In 2 strittigen Situationen entschied Tohver auf Penalty für die Zürcher, dazu annullierte der 33-Jährige einen wohl regulären Treffer der Zyprer.

Für den FCZ begann die Partie schlecht. Die Zürcher dominierten die Startphase, ohne Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu erzeugen. Dann verlor FCZ-Abwehrchef Ivan Kecojevic nach 23 Minuten ohne Not den Ball und ermöglichte Limassols Farley Rosa, sein Team mit einem schönen Weitschuss in Führung zu bringen.

Spiel noch vor der Pause gedreht

Zürich stand nur kurz unter Schock. Der omnipräsente Berat Djimsiti lancierte 8 Minuten nach dem 0:1 einen Angriff, den der 21-Jährige nach schönem Zusammenspiel mit Marco Schönbächler und Davide Chiumento gleich selber zum Ausgleich abschloss. Weitere 6 Minuten später lag der FCZ gar in Führung.

Schönbächler tankte sich im Strafraum durch und wurde von Limassol-Keeper Bruno Vale leicht berührt - Yassine Chikhauoi verwertete den umstrittenen Elfmeter. «Es gab eine leichte Berührung. Es war nicht so, dass mich mein Gegner umgehauen hätte. Aber ich bin dann gefallen und der Schiedsrichter hat gepfiffen», kommentierte Schönbächler die Aktion. Im Anschluss beschränkte sich Zürich aufs Nötigste, konnte nach einer Stunde aber trotzdem nachlegen.

Zwei Penaltytore durch Chikhaoui

Chikhauoi wurde im Strafraum in den Rücken gestossen und verwandelte den fälligen Penalty gleich selber. In den letzten 30 Minuten hatte Limassol mehr vom Spiel und kam durch Abraham Guie-Gneki zum vermeintlichen Anschlusstreffer. Tohver hatte davor aber einen Rempler des Brasilianers als regelwidrig taxiert und verweigerte dem Treffer überraschend die Anerkennung.

Weil sich Villarreal und Mönchengladbach im zweiten Spiel 2:2 trennten, steht der FCZ im abschliessenden Gruppenspiel in Deutschland vor einer reizvollen Aufgabe. Mit einem Sieg beim Team des ehemaligen FCZ-Trainers Lucien Favre stünden die Zürcher definitiv in der K.o.-Phase der Europa League. «Die Freude ist gross, genau diesen Final haben wir uns gewünscht», so Chiumento.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 27.11.14, 21:00 Uhr

14 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Röschu Ball, Zürich
    Es war nicht alles gut beim FCZ aber eines hat sich wieder mal gezeigt: BERAT DJIMSITI sollte bald ein Aufgebot für die Nati bekommen, sonst ist es dann vielleicht zu spät. Er hat Potential und könnte der Nati längerfristig in der IV helfen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Koller, Basel
    Wenn der FCZ in Gladbach mutig auftritt haben sie durchaus eine Chance. Diese Mannschaft hat durchaus Potential. Freue mich auf ein Duell FCZ vs. FCB nicht nur am Sonntag sondern bis Ende Saison. Also ihr beiden Teams, fahrt euch nicht zu hart in die Knochen am Wochende. Beide haben noch ein grosses Finale wo alle benötigt werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von fcb fanin, basel
    Ich mag dem Fcz den Sieg gönnen, sie sind im Moment wirklich stark und die drei Punkte sind wichtig für die 5-Jahreswertung der Schweiz. Also, Bravo, FcZ! Aber ein Heimspiel in der Gruppenphase der Europaleaugue(!!) vor nicht einmal 8000 Zuschauer?! und das in einer Stadt mit fast 400`000 Einwohnern?! Lächerlich, sorry! (ich meine damit nicht den Zuschauerschnitt des Fczs, sonder ausschliesslich die Kulisse gestern.)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Jim James, basel
      Das Publikum in Zürich ist sehr anspruchsvoll, bei grossen Spielen kommen gerne 20-30000. Bei kleineren Gegnern sinds dann halt nur 8000. Mich stört das schon lange nicht mehr, das gehört halt auch zum FCZ.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Remi, basel
      Die kurve ist eigentlich immer voll, aber 60 franken für einen platz auf der Tribüne ist den meisten einfach zu teuer. Die Preispolitik ist sehr schade, denn eigentlich ist der Rückhalt des fcz im ganzen Kanton riesig. Und die Mannschaft spielt mit den schönsten Fussball in Europa.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von fcb fanin, basel
      @ Jim James& Remi: Ich als Baslerin finde, dass die Südkurve zu den besten Fankurven der Schweiz gehört und das mit der Preispolitik stimmt natürlich; ich fand es einfach schade für die Mannschaft.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen