Zum Inhalt springen

FIFA WM 2014 Dzemaili: Tragische Figur statt Held

Blerim Dzemaili hätte kurz vor Ablauf der Verlängerung die Schweiz beinahe ins Penaltyschiessen geköpfelt. Doch der Pfosten verhinderte ein Happy-End der von vielen Enttäuschungen geprägten Nati-Karriere des 28-Jährigen.

Legende: Video Dzemailis Pfostenkopfball abspielen. Laufzeit 0:31 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 01.07.2014.

In Sao Paulo lief die 121. Minute. Die Schweiz war 3 Minuten zuvor in Rückstand geraten. Statt aufzugeben, warfen die Spieler alles nach vorne. Xherdan Shaqiri flankte zur Mitte, wo der in der 112. Minute eingewechselte Blerim Dzemaili nur den Pfosten traf. Der Ball rollte via Schienbein des 28-Jährigen über die Grundlinie. Zwischen Erlösung und Verzweiflung standen gleich 2 Mal nur wenige Zentimeter.

Die undankbare Ersatzrolle

Dzemaili hatte von Coach Ottmar Hitzfeld - wie so oft - nur wenig Zeit erhalten, um für den Viertelfinal-Einzug zu kämpfen. Die Szene war deshalb symptomatisch für den Verlauf der Nationalmannschafts-Karriere Dzemailis. Unter Hitzfeld war der Napoli-Söldner hinter Inler und Behrami meist nur zweite Wahl - wie im Klub.

Nach seinem Freistoss-Tor gegen Frankreich schien endlich Dzemailis grosse Stunde zu schlagen. Doch der angeschlagene Behrami, den er in der Pause des 2. Gruppenspiels ersetzt hatte, erhielt gegen Honduras erneut den Vorzug. In diesem 3. Gruppenspiel durfte er in der 87. Minute aufs Feld, es stand aber schon 3:0.

Der Eindruck nach dem Argentinien-Spiel gleicht demjenigen nach dem 1:0-Sieg im Test gegen Jamaika Ende März, als Dzemaili den entscheidenden Pass zum Tor gab: Er kann sich noch so bemühen, es will nicht so recht. Das 3. Tor im 37. Länderspiel hätte alles ändern können.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 live, 01.07.14 18.00 Uhr

Legende: Video Schweiz-Argentinien: Die Live-Highlights abspielen. Laufzeit 6:09 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 01.07.2014.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Reto Frank, Zug
    Es ist mir schon lange unverständlich, dass Dzemaili nicht zur Stamm-Elf gehört. Wann immer er eingesetzt wird, erbringt er eine gute Leistung, ist kampfstark und läuft viel, spielt überraschende Pässe, ist torgefährlich. Wäre er nicht so spät eingewechselt worden, hätte er bestimmt noch ein paar gefährliche Szenen mehr kreiiert. Absolut unfair, dass er nie eine richtige Chance bekam. Jedenfalls kein Zufall, dass ER den Ausgleich beinahe noch geschafft hätte
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von peter kahn, berlin
    sehr sehr schade. hätte es der schweiz so gegönnt. leider ist oftmals das glück mit den favoriten. super gekämpft , eine tolle disziplin und taktische meisterleistung. leider keine der 3 -großchancen genutzt. grüße von einem deutschen fan - an die schweizer.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von ja ja, be
    einmal ist das glück vorbei. leichte quali leichte wm gruppe. ale argentina
    Ablehnen den Kommentar ablehnen