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FIFA WM 2014 Hitzfeld: «Wir werden im Turnier bleiben»

Die Schweizer Nationalmannschaft steht vor dem wichtigsten Spiel seit 4 Jahren. Wie an der WM in Südafrika entscheidet eine Partie gegen Honduras darüber, ob das Team von Ottmar Hitzfeld das grosse WM-Ziel erreichen und in die Achtelfinals einziehen kann.

Die Unbekümmertheit im Umfeld der Nati ist Geschichte. Gaben sich Trainer Ottmar Hitzfeld und seine Spieler in den Tagen vor und nach dem Ecuador-Spiel locker, ist ihnen die Anspannung seit der 2:5-Schlappe gegen Frankreich deutlich anzumerken. Verständlich, wird doch das abschliessende Gruppenspiel gegen Honduras «zum Spiel des Jahres», wie es Blerim Dzemaili formuliert.

Die 90 Minuten von Manaus entscheiden darüber, ob die Schweiz in die Achtelfinals einziehen und damit ihr grosses Ziel an der WM in Brasilien erreichen wird. Mehr noch, das Spiel wird die Beurteilung der «Ära Hitzfeld» nachhaltig beeinflussen. Nur der Einzug in die K.o.-Runde wird die Entwicklung der Nati in den letzten Jahren in einem positiven Licht erscheinen lassen.

Frankreich-Schock ist verdaut

Am Glauben fehlt es im Team nicht. «Wir werden im Turnier bleiben», sagte Hitzfeld an der letzten Pressekonferenz vor dem Spiel bestimmt. «Die Stimmung im Team stimmt zu 100 Prozent. Ich bin deshalb sehr, sehr zuversichtlich», richtet Stephan Lichtsteiner aus. Der Frankreich-Schock ist verdaut, die Schweiz bereit für die nächste Aufgabe.

Die Lehren aus der Niederlage hat die Nati gezogen. «Leichte Ballverluste vermeiden und in der Defensive sicher stehen, bevor man alles in die Offensive wirft», formuliert es Lichtsteiner. Gegen Frankreich habe sich die Nati zu viel zugetraut und so zu viele Konterchancen zugelassen. «Wir mussten lernen», so Lichtsteiner, «dass wir bei Weitem nicht auf Frankreichs Level sind.»

Komplizierte Ausgangslage

Die Schweiz wird also mit Demut starten gegen Honduras. Und wohl auch mit einer veränderten Aufstellung. Die letzten Trainingseindrücke legen den Schluss nahe, dass Fabian Schär für Philippe Senderos in die Innenverteidigung rückt und dass Josip Drmic im Angriff den Platz von Haris Seferovic übernimmt. Valon Behrami dagegen dürfte eine weitere Chance erhalten.

Die Ausgangslage ist diffizil. Unter Umständen reicht der Nati eine knappe Niederlage zum Einzug in die Achtelfinals, im schlechtesten Fall ist je nach Ausgang der Partie Frankreich-Ecuador sogar bei einem Sieg Schluss. «Wir gehen ins Spiel gegen Honduras um zu gewinnen», will sich Hitzfeld an solchen Rechenspielen nicht beteiligen.

Hitze soll keine Ausrede werden

Der Schweizer Coach lobt Honduras Stürmer als «überragend, schnell und kopfballstark.» Er erwartet einen Gegner mit viel Leidenschaft, eine Mannschaft, die sich Hitze und Luftfeuchtigkeit gewohnt ist. Die Nati bemüht sich, die ungemein schwierigen Bedingungen in Manaus nicht zur Ausrede werden zu lassen. «Die Hitze», sagt Lichtsteiner, «wird das Spiel nur leicht beeinflussen.»

Die Nati steht in den nächsten Stunden am Scheideweg. Schafft es die Schweiz in die Achtelfinals, winkt Argentinien als nächster Gegner und damit die ganz grosse Bühne. Vor dieser Kür allerdings muss das Hitzfeld-Team in Manaus nun seine Pflicht erfüllen und mit einem überzeugenden Auftritt gegen Honduras die Kritiken der letzten Tage vergessen machen.

Mögliche Schweizer Aufstellung:
Benaglio; Lichtsteiner, Djourou, Schär, Rodriguez; Inler, Behrami, Shaqiri, Xhaka, Mehmedi, Drmic.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 live, 25.06. 14, 00:05 Uhr

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Verfolgen Sie die Partie zwischen der Schweiz und Honduras am Mittwoch ab 22:00 Uhr auf SRF zwei und hier im Livestream.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von B. Küng , Biel
    Ich dachte immer, Hitzfeld sei ein Pragmatiker und Realist. Aber jetzt scheint er offensichtlich in einer Traumwelt zu leben. Heute abend werden die Schweizer hochkant aus dem Turnier fliegen, und da (@ Piller) nützt auch das Mitsingen der Nationalhymne nichts! Ach ja Piller: es ist eine Fussball-WM und kein Gesangsfestival .....
    1. Antwort von Danilo Gentile , Bienne
      Hallo Küng Es geht ja nicht um das Mitsingen - sondern um Einstellung für das was M(ann) auf der Leibchen trägt
  • Kommentar von Balz Aebi , Bern
    Nur gegen Brasilien und Deutschland hatt mann gewonnen!!!
  • Kommentar von Marius Piller , Brünsried
    Als Schweizer sollte man doch die Nationalhymne singen können, sonst hat man an der WM nichts zu suchen. Es ist eine Schande wenn man dem zusehen muss. Daher klappt auch Alles andere nicht.
    1. Antwort von Klaus Bilt , Basel
      uiuiui, hört doch endlich auf mit dem Blödsinn. Ein Fussballspiel hat noch keiner durch das Absingen veralteter Lieder gewonnen und Nationalismus war noch nie eine besonders gute Idee. Fussball ist ein Spiel - und genau darum macht es Freude - kein Kriegsersatz für Sofapatrioten. Mit dem Nationalgehymne vor den Spielen endlich ganz aufzuhören, wäre eine gute Idee. Die Schweizer Fussballer sind da doch wenigstens vorbildlich fortschrittlich.
    2. Antwort von A.P. , ebikon
      so ein Mist...Patrioten gewinnen keine Spiele sondern gute Sportler.....ich würde auch nich mitsingen weil ich keine Ahnung hätte vom Text...die können auch topmotiviert sein ohne dass sie die Hymne singen...