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FIFA WM 2014 Löw: «Bravouröser Kampf»

Auf den Tag genau 60 Jahre nach dem «Wunder von Bern» ist Deutschland an der WM in Brasilien der Halbfinal-Einzug geglückt. Der 1:0-Erfolg gegen ein nie aufsteckendes Frankreich war das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung - und grossen Kampfs.

Es war erneut Schwerstarbeit bis zuletzt. Wie schon im Achtelfinal gegen Algerien. Die deutsche Nationalelf bestand aber auch diese Prüfung - obwohl sie nicht überragend agierte. Doch der Einsatz und der Wille waren gross. Und der Torhüter einmal mehr formidabel.

Das starke Kollektiv

«Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben. Jeder hat für den anderen gekämpft», hob Jerome Boateng, der gegen Frankreich zusammen mit Siegtorschütze Mats Hummels die Innenverteidigung bildete, die solidarische Mannschaftsleistung hervor.

Auch Bundestrainer Joachim Löw lobte das Kollektiv und attestierte seinem Team einen «bravourösen Kampf». Man habe an die Grenze gehen müssen, Frankreich sei der erwartet starke Gegner gewesen. «Die Spieler sind nun auch richtig platt und todmüde.»

Verlass auf den Schlussmann

Einmal mehr konnte sich Deutschland in brenzligen Situationen auf seinen Schlussmann verlassen. Denn Frankreich besass Chancen, vor allem Karim Benzema, doch immer wieder war Manuel Neuer zur Stelle - letztmals in der 94. Minute. «Er ist einfach der beste Torhüter der Welt», adelte Boateng seinen Keeper.

Neuer gab die Blumen an seine Vorderleute weiter: «Die Abwehr hat es gut gemacht, stand sehr kompakt. Ein grosser Dank ans ganze Team. Die Leistung war eines Halbfinalisten würdig.»

Frankreich trauert den Chancen nach

Die Verlierer aus Frankreich haderten vor allem mit der Effizienz im Abschluss. «Wir haben das getan, was wir mussten. Wir hatten unsere Chancen, aber sie haben mehr Erfahrung und den Vorsprung gut verteidigt», analysierte Trainer Didier Deschamps, der erstmals an einer WM das Feld als Verlierer verlassen musste.

Mathieu Valbuena, in der 34. Minute mit einer grossen Chance an Neuer gescheitert, sprach von einer grossen Enttäuschung: «Es ist schade. Wir haben hier wunderbare Auftritte gezeigt. Heute hat die Kaltblütigkeit gefehlt.» Von einem «guten Match» sprach Torhüter Hugo Lloris. Trotz der Niedergeschlagenheit blickte er bereits voraus: «Es wird Zeit benötigen, dies zu verdauen. Aber wir müssen aufstehen, um für die EURO wieder bereit zu sein». Sie findet 2016 in Frankreich statt.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 live, 4. Juli 2014, 17:30 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Rk, Lol
    Wenn man ständig unter die besten 4 kommt ist das kein Zufall.
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  • Kommentar von Eva Müller, München
    Was für ein spannendes Spiel gestern, gegen starke Franzosen..aber wir haben wieder mal Stärke und Ausdauer bewiesen und verdient gewonnen! Eine große Rolle dabei hat unser überragender Manuel Neuer gespielt, der Bälle rausholt wo andere schon lange nur nachschauen könnten. daher waren wir die Sieger daher bin ich echt optimistisch gegen Brasilien! Wenn ihr auch an einen Sieg glaubt dann zeigt es hier! http://tinyurl.com/deutschland-oder-brasilien
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  • Kommentar von W. E, KT. ZH
    Das war wohl eher ein langweiliger Krampf, statt ein grosser Kampf. Wirklich grossartige Kämpfe haben uns Teams gezeigt/geliefert, welche leider ausgeschieden sind. Traurig für zukünftige WM, wenn nur noch Schlaftabletten am Ende Sieger sind.
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    1. Antwort von Thomas Fritsche, Rheinfelden
      In diesem Statement wird die Antwort gleich selber gegeben. Grossartige Kämpfe mit spielerischen Höchstleistungen führen nunmal bei dieser Endrunde nicht zum Sieg. Die deutsche Abwehr spielte Weltklasse und es ist den Franzosen über 90 Min. nicht gelungen diese zu bezwingen. Demzufolge ist die richtige Mannschaft in der nächsten Runde.
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    2. Antwort von Heinz M., Tösstal
      Trainer, Spieler UND Fans beurteilen ein Spiel ihrer Mannschaft immer subjektiv und nicht objektiv. Hätten die Schweizer mit einer solchen Abwehrschlacht gegen Argentinien gewonnen, hätte man auch von einem Superspiel der Schweizer gesprochen. Aber Deutschland müsste eigentlich mehr als diesen Kraft-durch-Freude-Fussball bieten können. Ich stimme zu: Es war ein Krampfspiel, dass einzig von der Spannung lebte, solange es nur 1:0 stand. Italien konnte das früher auch so.
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    3. Antwort von W. E, KT. ZH
      @T. Fritsche: Und der beste Abwehrspieler der Deutschen war auch gestern wieder der Goalie!:-) Er hat als einziger wirklich überzeugen können. "Der Stempel" Weltklasse gebührt also nur ihm!
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