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FIFA WM 2014 Mythos Maracana

Mit dem WM-Final zwischen Deutschland und Argentinien wird im berühmtesten Stadion der Welt ein weiteres Kapitel Fussballgeschichte geschrieben. Für Fussballer und Fans ist das Maracana in Rio de Janeiro ein Mythos.

In Brasilien kennt es jeder, und jeder Fussball-Fan im Ausland kennt es auch. «Was das Santiago Bernabeu oder das San Siro in Europa sind, ist weltweit das Maracana», sagte Russlands Nationaltrainer Fabio Capello an dieser WM. Das Maracana gilt als Kathedrale des Fussballs, um die Geschichte des ehemals grössten Stadions der Welt ranken sich viele Legenden und Mythen.

Reduzierung der Zuschauer-Kapazität

Offiziell heisst das Stadion im Stadtteil Maracana «Estadio Jornalista Mario Filho». Als Erinnerung an einen lokalen Journalisten, der sich dafür eingesetzt hatte, dass das Stadion anlässlich der ersten Fussball-WM in Brasilien 1950 nicht in Jacarepagua im Westen der Stadt, sondern in der Nähe des Stadtzentrums auf einer ehemaligen Pferderennbahn gebaut wurde.

Später wurde das Maracana mehrfach renoviert und zuletzt auf die Endrunde 2014 hin für gut 300 Millionen Euro modernisiert. Dabei nahm die Zuschauer-Kapazität von einstmals über 200'000 auf 78'000 ab. Es ist die zweitgrösste Touristenattraktion der Stadt mit seinen über sechs Millionen Einwohnern nach der Christusstatue auf dem Corcovado. Das Stadion wird auch Teil der Olympischen Spiele in zwei Jahren sein, in ihm werden unter anderem die Eröffnungs- und die Schlussfeier über die Bühne gehen.

Von Pele bis Papst

Die Geschichten, die das Maracana schrieb, sind unzählig. Sie reichen vom ersten Tor des Brasilianers Didi bis zum bisher letzten des Deutschen Mats Hummels im Viertelfinal gegen Frankreich. Pelé schoss hier sein erstes und 1000. Tor, Zico, eine weitere legendäre Nummer 10 der «Selecao», erzielte im Maracana 333 Treffer.

Nie hatten mehr Zuschauer einem Fussballspiel beigewohnt in dieser Betonschüssel im Herzen Rio de Janeiros als beim legendären 2:1-Sieg von Uruguay gegen den Gastgeber an der WM 1950. Auch die grössten Rockstars sowie Papst Johannes Paul II. traten im Maracana auf.

Hier folgt nun der finale Showdown zwischen Deutschland und Argentinien. Es ist ein weiteres Kapitel in der ruhmreichen Geschichte des berühmtesten Stadions der Welt.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Antonio Lemos, Zürich
    A Catedral do Futebol ist nirgendwo zu finden, als in Rio de Janeiro. Maracanã ! Leider musste ich in dieser Weltmeisterschaft feststellen, dass FIFA auch das schönste Element diese Kathedrale, geraubt hat. Zum erst mal, zwischen Colombia X Uruguay , erlebte ich ein fade Marcanã. FIFA hat verboten die Trommeln im Stadium mitzunehmen. Bald gehen WM und FIFA weg, aber Maracanã wird wieder mit Musik und singen - weiter leben!
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  • Kommentar von Martin Teuscher, Basel
    1999 hatte ich die Gelegenheit, im ursprünglichen Maracana Stadion der entscheidenden Partie um die Staatsmeisterschaft von Rio de Janeiro (Campeonato Carioca) zwischen Flamengo und Vasco da Gama beizuwohnen. Das Spiel wurde vor knapp 100'000 Zuschauern ausgetragen und bleibt mir unvergesslich.
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