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FIFA WM 2014 WM-Niederlagen für die Geschichte

Brasiliens 1:7-Pleite gegen Deutschland war die höchste Halbfinalniederlage der WM-Geschichte. In der Historie der Endrunden gibt es noch weitere denkwürdige Niederlagen. Ein Überblick.

Jürgen Sparwasser schiesst die DDR 1974 mit seinem Treffer zum Vorrundensieg gegen die BRD.
Legende: Das Tor zum Sieg Jürgen Sparwasser schiesst die DDR 1974 mit seinem Treffer zum Vorrundensieg gegen die BRD. Keystone

  • WM 1950: Brasilien - Uruguay 1:2

    Im abschliessenden Spiel benötigt Gastgeber Brasilien gegen Uruguay im Maracana in Rio nur ein Remis zum Gewinn des 1. WM-Titels. Die Brasilianer verlieren aber 1:2. Das fussballerische Trauma geht als «Maracanaco» in die Geschichtsbücher ein.

  • WM 1954: Deutschland - Ungarn 3:2

    Die als unschlagbar geltenden Ungarn führen im WM-Final in Bern gegen Deutschland bereits nach 8 Minuten mit 2:0. Doch die Deutschen gleichen noch vor der Pause aus. Helmut Rahn erzielt 6 Minuten vor dem Ende den Siegtreffer. Das «Wunder von Bern» geht in die Fussball-Geschichte ein.

  • WM 1966: Nordkorea - Italien 1:0

    Nordkorea galt bei der WM in England als grösster Aussenseiter. Nach einer Niederlage gegen die Sowjetunion und einem Remis gegen Chile wird Italien im letzten Gruppenspiel sensationell mit 1:0 bezwungen. Während Nordkorea ins Viertelfinal einzieht, ist für Italien die WM beendet.

  • WM 1974: DDR - BRD 1:0

    Jürgen Sparwasser schiesst die DDR mit seinem Treffer in der 78. Minute in Hamburg gegen die Bundesrepublik Deutschland zum Vorrundensieg. Am Ende wird aber das DFB-Team Weltmeister, die DDR scheitert in der Zwischenrunde.

  • WM 1982: Deutschland - Algerien 1:2

    Deutschland trifft im 1. Gruppenspiel auf Aussenseiter Algerien. «Wenn wir gegen die verlieren, fahre ich mit dem Zug heim», sagt Bundestrainer Jupp Derwall vorher. Deutschland unterliegt in Gijon 1:2. Derwall bleibt trotzdem und wird mit seinem Team Vize-Weltmeister.

  • WM 1990: Argentinien - Kamerun 0:1

    Argentinien bestreitet als Weltmeister das Eröffnungsspiel und verliert 0:1 gegen Kamerun. Francois Omam-Biyik trifft für die Afrikaner. Argentinien wird dennoch Vize-Weltmeister, Kamerun unterliegt im Viertelfinal England.

  • WM 2002: Frankreich - Senegal 0:1

    Frankreich reist als Titelverteidiger mit grossen Ambitionen zur WM nach Japan und Südkorea. Im 1. Spiel resultiert nach einem Gegentreffer von Bouba Diop aber ein 0:1 gegen den Senegal. Die Franzosen scheitern ohne Tor und Sieg in der Vorrunde.

  • WM 2014: Brasilien - Deutschland 1:7

    WM-Gastgeber Brasilien taucht im Halbfinal gegen Deutschland mit 1:7. Die «Selecao» kassiert die höchste Schlappe eines Teams in einem WM-Halbfinal. Trainer Luiz-Felipe Scolari bittet anschliessend das brasilianische Volk «um Vergebung».

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Christen, Uzwil
    Die Niederlage gegen die DDR verhalf der BRD 1974 zur Qualifikation für die einfachere Gruppe B in der zweiten Runde und so letztlich indirekt zum Weltmeistertitel.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Es ist ein seit Jahrzehnten erzähltes Märchen, dass die Gruppe B viel einfacher war. Ich habe alle diese Spiele gesehen und kann bestätigen, dass Jugoslawien, Schweden und Polen um keinen Deut schwächer waren. Immerhin hatten die Jugoslawen gegen die Brasilianer und die Schweden sogar gegen die Niederländer in der Gruppenphase unentschieden gespielt. Helmut Schön hat es damals richtig ausgedrückt: "Wer glaubt, diese Gruppe sei leichter als die andere, versteht nichts von Fussball."
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  • Kommentar von Kudi Sternenberg, Kriens
    WM 1974: DDR - BRD 1:0: Genau diese Niederlage war es, die der BRD wohl zum Weltmeistertitel verhalf. Ob sich die Mannschaft in der zweiten Runde in der Gruppe A gegen Argentinien, Brasilien und die Niederlande ebenfalls durchgesetzt hätte, ist zumindest sehr fraglich. Die DDR erreichte lediglich ein Unentschieden gegen Argentinien. Die BRD hingegen gewann ihre drei Spiele.in Gruppe B gegen Jugoslawien, Schweden und Polen (Wasserschlacht von Frankfurt unter eigentlich irregulären Bedingungen).
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    1. Antwort von Benno Zbinden, Ruswil
      Ach, wenn nur das Wörtchen "wenn" nicht wär...
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