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2:1-Sieg gegen Tunesien Kane rettet England in der Nachspielzeit

  • England schlägt Tunesien dank einem Tor von Harry Kane in der 91. Minute mit 2:1.
  • Die «Three Lions» zeigen zwei Gesichter. Nach der Pause will ihnen offensiv fast nichts mehr gelingen.
  • Im anderen Spiel der Gruppe G gewinnt Belgien gegen Panama mit 3:0.

England war nach der Pause kaum mehr wiederzuerkennen – und das nicht im positiven Sinn. Der Auftritt des Southgate-Teams hatte so gar nichts mehr mit demjenigen aus der 1. Halbzeit gemeinsam. Zu uninspiriert, zu ideenlos und schlicht zu wenig gefährlich.

Dass es dennoch zum Sieg reichte, ist Harry Kane zu verdanken. Der Captain, der sein erstes WM-Spiel überhaupt absolvierte, kam nach einem Eckball völlig freistehend zum Kopfball und rettete seinem Team in der 91. Minute die 3 Punkte.

Legende: Video Kane schiesst England ins Glück abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 18.06.2018.

England zeigt zwei Gesichter

Gemessen an den Spielanteilen geht der Sieg der Engländer in Ordnung. Nach der Pause hatte sich das Team von der Insel aber nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die anfängliche Spielfreude war verflogen, offensiv gelang wenig bis gar nichts.

Zu Beginn hatten die Engländer noch ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Mit viel Tempo und Spielfreude dominierten die «Three Lions» das Geschehen nach Belieben. Vorwerfen müssen sie sich einzig, nicht mehr ihrer Chancen verwertet zu haben.

Walkers Ellbogen ermöglicht den Ausgleich

Eine dieser Chancen wusste – wer sonst – Kane in der 11. Minute zu nutzen. Einen wuchtigen Kopfball von John Stones parierte der tunesische Keeper Mouez Hassen mirakulös, gegen den Nachschuss von Kane war er dann aber chancenlos. Kurz danach musste Hassen wegen einer Schulterverletzung ausgewechselt werden.

Legende: Video Kane: «Ich bin so stolz auf das Team» (engl.) abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 18.06.2018.

Der Ausgleich für die Afrikaner, die offensiv fast gar nicht in Erscheinung traten, erzielte Ferjani Sassi (35.) vom Elfmeterpunkt aus. Kyle Walker hatte Fakhreddine Ben Youssef zuvor mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen.

So geht es weiter

Weiter geht es für England erst kommenden Sonntag mit dem Spiel gegen Panama. Das erwartete Duell um den Gruppensieg gegen Belgien folgt zum Abschluss.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

21 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Was für Portugal Ronaldo ist, ist für England Kane! Die "Lebensversicherung" ohne diese Spieler "wäre kein Blumentopf zu gewinnen"!
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  • Kommentar von Jakob Meier (jakob.meier)
    Man stelle sich mal vor, die Wrestling-Attacken der Tunesier im Strafraum hätten gegen ein südländisches Team stattgefunden. Da wären wohl alle 11 Spieler samt Trainerstaff zum Schiri gestürmt und hätten 5min lang vehement diskutiert.
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  • Kommentar von Guschti Gabathuler (guschti)
    Ja, die Chancenauswertung war nicht gut (Lingard), die Freistösse ideenlos und in der 2.Hälfte hat sich ENG schwerer getan als in der 1.Hälfte (weil TUN gut und aggressiv verteidigt hat). Aber ich beurteile immer noch das ganze Spiel und da war ENG hoch überlegen. Bisher hat kein Team so viele Chancen kreiert, dem Gegner so wenig zugestanden (TUN 1 Schuss aufs Tor), so konsequent (und nicht blind) nach vorne gespielt. Wer an der WM 90 Minuten Feuerwerk erwartet wird das wohl nie finden.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Gabathuler, sie vergessen Chile, das zwar verloren hat, aber viel besser wahr und auch sehr viele Chancen hatte! Zweitens, Tunesien ist neben Saudis Arabien und Panama, klar die schlechteste Mannschaft des Turniers. England und Belgien haben da eine sehr leichte Gruppe erwischt.
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    2. Antwort von Guschti Gabathuler (guschti)
      Lieber Herr Röthenmund 1. Chile ist hier gar nicht dabei !!! 2. Nur weil Tunesien nicht sehr bekannt ist, sind sie nicht automatisch schlecht. Defensiv sind die gut, nur offensiv kam gar nichts. 3. Welches dann effektiv die leichteste Gruppe war, sieht man in der Regel erst nach dem Turnier - also mal Ball flach halten. (zB Costa Rica an der letzten WM vor URU, ITA, ENG oder oder Ungarn an der letzen EM vor ISL und POR)
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