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Kroatiens Jubel Ivan Rakitic: «Mein Handy brennt vermutlich gerade»

Die Kroaten stehen erstmals im WM-Final. Weil sie Fieber und anderen Rückschlägen trotzten.

Zugetraut hatte man Kroatien schon lange Grosses. Wer Spieler in seinen Reihen weiss, die tragende Rollen bei Real Madrid, Barcelona oder Juventus Turin übernehmen, muss zumindest zu den Geheimfavoriten gehören.

Doch immer wenn es zählte, enttäuschte die Auswahl: An der EM 2012 und der WM 2014 schieden die Kroaten bereits in der Gruppenphase aus. Und an der EM 2016 bedeutete der Achtelfinal gegen Portugal (0:1 n.V.) Endstation.

Dalic der 5. Trainer seit 2012

Kein Wunder ist Zlatko Dalic bereits der fünfte Trainer in den letzten sechs Jahren. Mit dem 52-Jährigen, der in seiner Laufbahn vornehmlich in der Heimat und in Saudi-Arabien gecoacht hat, machte diese starke Spielergeneration nun aber den ersehnten Fortschritt.

«Es ist unglaublich, was die Spieler heute geleistet haben», sagte Dalic nach dem Halbfinalsieg über England. «Wie sie sich zurückgekämpft, Moral bewiesen haben. Der Final ist der verdiente Lohn.»

Rakitics Kampf um seinen Einsatz

Sein Kämpferherz bewies zum Beispiel Ivan Rakitic. Der schweizerisch-kroatische Doppelbürger hatte am Vortag noch 39 Grad Fieber: «Ich war mir nicht sicher, ob es fürs Spiel reichen würde.» Es reichte. Und Rakitic war gegen England der gewohnt abgeklärte Regisseur in der Zentrale.

Ich würde jede andere Trophäe für den WM-Titel hergeben.
Autor: Ivan Rakitic

Mit Barcelona gewann der 30-Jährige schon Meisterschaften und die Champions League. Doch all das ist nun in den Hintergrund gerückt: «Ich würde jede andere Trophäe für den WM-Titel hergeben.»

Es sei wunderbar, dieses Abenteuer mit so vielen stolzen Landsleuten, Kollegen und Familienmitgliedern zu teilen. Wobei: «Ich will mein Handy in der Garderobe gar nicht sehen. Das brennt vermutlich gerade.»

WM-Final
Legende: WM-Final Ivan Rakitic und Luka Modric haben eine einmalige Chance. Getty Images

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.07.2018, 19:00 Uhr.

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