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Auch Presse kritisiert Nati Vom «blamablen Einstand» über «desaströs» bis zur «Katar-Strophe»

Nach dem mageren 1:1 gegen Fussball-Zwerg Katar gehen die Schweizer Medien mit der Nati hart ins Gericht.

Fussballspieler sitzt auf dem Rasen neben einem stehenden Spieler.
Legende: Erlebte einen höchst unglücklichen WM-Einstand Miro Muheim. Imago/Icon Sportswire

Auf allzu viel wohlwollende Worte duften die Natispieler nach dem enttäuschenden WM-Auftakt gegen Katar nicht hoffen. Und so kam es auch. Die Schweizer Medien gingen mit Granit Xhaka und Co. hart ins Gericht.

So stand etwa in der zu CH Media gehörenden Aargauer Zeitung: «Es soll die beste WM der Geschichte werden, hört man aus dem Nati-Lager. Die beste WM? Das wäre, wenn die Schweiz mindestens bis in den Viertelfinal kommen würde. [...] Doch das erste Spiel an dieser WM beginnt und endet für die Schweiz mit einem Schockmoment. Es sind Momente, die uns vor Augen führen: Selbst gegen Gegner der zweiten oder dritten Güteklasse kommt man nicht im Schongang zum Sieg.»

Der Blick schreibt: «‹Aufwachen!›, heisst es nach den ersten 98 WM-Minuten.» Die Zeitung legt ein paar Wortspiele nach: «Doha lätz! Der Treffer gleicht einer Katar-Strophe!» Und führt aus: «Weil eine Schweizer Nati in diesem Jahrtausend noch nie mehr Offensivaktionen hatte als in diesem Spiel. Am Ende aber bloss mit einem Punkt vom Rasen schleicht.»

Der Tages-Anzeiger findet, dass die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften vielleicht etwas gar rund verlaufen sei und schreibt: «Und doch verspielen die Schweizer die Führung noch. Das zeigt eindrücklich, dass sie sich auf die starke WM-Qualifikation und die fast problemlose Vorbereitung nicht zu viel hätten einbilden sollen. Dass es wieder Zeit ist, sich zu steigern.» Im Live-Ticker zum Spiel schreibt der «Tagi» von einem «blamablen Einstand für das Team von Trainer Murat Yakin in diese WM.»

«Gopf! Schweizer lassen Chance um Chance liegen und kassieren in der 94. Minute das 1:1», titelt Watson. Die Schweizer müssten sich vorwerfen lassen, vor dem Tor zu ineffizient agiert und in der zweiten Halbzeit die Kontrolle über die Partie völlig unnötig abgegeben zu haben, so das News-Portal weiter.

Auch bei Le Matin wird der Fokus auf die Schweizer Leistung nach dem Seitenwechsel gelegt. Das Westschweizer Nachrichtenportal mit Sitz in Lausanne schreibt: «[...] Dies lag vor allem an einer desaströsen zweiten Halbzeit, in der die Schweiz ohne jegliche Intensität und mit einer passiven, abwartenden Taktik agierte, die sich als kostspielig erwies.»

SRF-Nati-Experte Benjamin Huggel nimmt die Schweizer Equipe zwar etwas in Schutz und sagt: «Peinlich ist das nicht. Fussball ist ein Sport, der viele Unwägbarkeiten beinhaltet. Manchmal läuft es nicht so, wie man es möchte.» Doch auch der zweifache WM-Teilnehmer (2006 & 2010) findet: «Die Schweiz muss sich extrem an der eigenen Nase nehmen. Das hat man total unnötig aus der Hand gegeben.»

SRF zwei, sportlive, 13.6.26, 20:10 Uhr ; 

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