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Belgiens unglückliches WM-Aus Nach «letztem Hurra»: Riesige Enttäuschung bei Courtois und Co.

Die «Goldene Generation» Belgiens kam bei der WM noch einmal weit. Doch nun steht wohl ein Umbruch an.

Fussballspieler in gelbem Trikot mit roten Umrandungen auf dem Spielfeld.
Legende: Verbarg seine Enttäuschung nicht Thibaut Courtois. imago images/Nicolo Campo

Noch schlimmer als für Thibaut Courtois war das belgische Torwart-Drama beim Viertelfinal-Aus gegen Spanien nur für seinen Ersatzmann. Nach 71 Minuten musste der Goalie von Real Madrid gegen seinen Willen den Platz verlassen. «Ich wollte noch fünf oder zehn Minuten spielen», sagte er danach.

Stellvertreter Senne Lammens von Manchester United patzte dann in der 88. Minute und ermöglichte dem Europameister das Siegtor zum 2:1.

Mitleiden mit dem Ersatzmann

«Ich habe ihn fest umarmt. Mehr kann ich im Moment nicht tun. Für einen Torwart ist das ein beschissenes Gefühl», sagte Courtois über den Weitschuss, den Lammens nur nach vorn hatte abprallen lassen. Mikel Merino staubte ab.

Courtois war im Los-Angeles-Stadion mit Tränen in den Augen zu sehen. «Die Tränen kamen aus Frustration, weil ich in so einem Spiel ausgewechselt werden musste, obwohl ich mich gut fühlte und nach dem 1:1 einige wichtige Paraden gemacht hatte. Das ist schade. Aber letztlich war es die Entscheidung des Trainers», sagte der 34-Jährige.

Macht Courtois weiter?

Auf 21 WM-Spiele kommt Courtois, nur Manuel Neuer hat unter den Torhütern weltweit mit 23 Einsätzen noch häufiger bei Weltmeisterschaften auf dem Platz gestanden. Ob der Einsatz gegen Spanien sein letzter war für Belgien, wusste Courtois selbst nicht. «Das ist etwas, worüber ich mit dem Trainer und Sportdirektor Vincent Mannaert sprechen muss», sagte er.

Belgien hatte zuvor schon kurzfristig den Ausfall von Youri Tielemans verkraften müssen. Der 29-jährige Mittelfeldspieler von Aston Villa hatte sich beim Aufwärmen verletzt. Nach dem Kreuzbandriss von Amadou Onana, der sich beim Achtelfinal-Sieg gegen die USA verletzt hatte, war es der nächste schwere Rückschlag für die Belgier.

«Goldene Generation» bleibt ungekrönt

Bei ihrem wohl «letzten Hurra» (Rudi Garcia) verkaufte sich die sogenannte, aber bereits arg dezimierte «Goldene Generation» der Belgier anständig: «Wir können stolz sein. Und wir werden aus der Niederlage lernen», sagte Trainer Garcia, der seine Zukunft offen liess.

Die Bilanz der über Jahre hochgelobten Belgier bei grossen Endrunden in den letzten Jahren liest sich so: Viertelfinal bei der WM 2014 und der EM 2016, Dritter bei der WM 2018, Viertelfinal bei der EM 2021, Achtelfinal bei der EM 2024 und nun noch einmal Viertelfinal bei der WM 2026.

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 10.7.26, 20:10 Uhr ; 

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