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Chancenwucher kostet Sieg Vargas: «Wir dürfen uns nicht gegenseitig auffressen»

Zwei Tage nach dem ernüchternden Remis gegen Katar nimm sich Ruben Vargas an der eigenen Nase.

26 Schüsse gab die Nati am Samstag in Santa Clara gegen Katar ab, mehr als 3 Tore hätte sie laut Statistik erzielen müssen. Doch unter dem Strich blieb es für die Schweizer im WM-Auftaktspiel beim 1:1. Auch zwei Tage nach dem Spiel ist bei Ruben Vargas an der Nati-Medienkonferenz in San Diego die Enttäuschung noch anzumerken.

Wir schiessen ja nicht extra daneben.
Autor: Ruben Vargas

In einem längeren Meeting am Sonntag habe man die Partie zusammen aufgearbeitet. Die Schlüsse? «Die Effizienz und die Cleverness haben es ausgemacht, dass wir nicht gewonnen haben. Und in der WM-Quali hatte uns stark gemacht, dass wir hinten solide gestanden sind. Daran müssen wir in den nächsten Spielen wieder anknüpfen.»

Gerade er als Offensivspieler nimmt sich in die Pflicht. «Das Spiel hat mich sehr beschäftigt, das war keine einfache Nacht. Ich hatte ein, zwei Chancen, in denen ich ein Tor machen kann, das ärgert mich sehr. Es ist ja auch meine Aufgabe, Tore und Vorlagen zu machen.»

Back to basics

Die wenigen Tage bis zum Duell mit Bosnien-Herzegowina am Donnerstag sollen nun neben Erholung und Arbeit an den Grundlagen auch dafür verwendet werden, diese Offensiv-Situationen zu trainieren. «Man muss sich im Training vor Augen führen, wie es klappt. So gewinnt man das Selbstvertrauen zurück. Denn wir schiessen ja nicht extra daneben. Manchmal ist es einfach so, dass der Ball nicht reinwill.»

Person in rotem Hoodie bei einer Pressekonferenz.
Legende: Hat in den letzten Nächten nicht gut geschlafen Ruben Vargas. Toto Marti/Blick/freshfocus

Apropos Training: Wie üblich wird die Belastung für die Stammspieler in den beiden Tagen nach einem Spiel dosiert. Es wird regeneriert und individuell im Gym trainiert, um am Donnerstag wieder bereit zu sein. Während die Ersatzspieler schon am Sonntag wieder auf dem Platz standen und intensiv trainierten, bleiben für die Stammelf nur noch zwei Einheiten bis zum nächsten Einsatz.

Vorfreude auf das Bosnien-Spiel

Vargas nutzt die Tage für Eisbäder und Massagen. «Es ist sicher auch mal gut, den Kopf zu lüften», findet er. Denn die Kritik von aussen am Auftakt ist auch ihm nicht entgangen. «Wir dürfen uns nicht gegenseitig auffressen und müssen positiv bleiben. Denn nach dem 1:1 war das Gefühl schon eher so, als hätten wir verloren.»

Bammel vor Spiel zwei gegen Bosnien-Herzegowina ist bei Vargas nicht auszumachen, im Gegenteil: «Ich freue mich, dass es schon am Donnerstag weitergeht.» Man wolle dann eine Reaktion zeigen, denn es sei ja «noch nichts passiert, wir können noch immer Gruppensieger werden». Dafür ist im zweiten Spiel allerdings eine Leistungssteigerung und fast sicher ein Sieg nötig.

SRF zwei, Sportlive, 13.06.2026, 20:10 Uhr

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