Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Ende einer Trainer-Ära Genervter Deschamps scheitert am spanischen Bollwerk

Frankreich verliert das WM-Gigantenduell gegen Spaniens eiskalte Defensivkünstler. Deschamps hadert, de la Fuente will jetzt den Titel.

Sie fanden einfach keinen Zugriff. Die hochgelobte französische Offensive um die Superstars Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise blieb im WM-Halbfinal in Dallas gegen Spanien praktisch ohne Zugriff. Am Ende kamen «Les Bleus» auf einen xG-Wert (die erwartbaren Tore) von 0,3 – extrem schwach. Die Null bei der 0:2-Niederlage war auch statistisch gesehen verdient.

In zuvor 6 WM-Partien schoss Frankreich 16 Tore. Weltmeister-Trainer Didier Deschamps hatte das Starensemble auch an der Endrunde 2026 im Griff und phasenweise begeisternden Fussball spielen lassen. Nun hat der 57-Jährige im spanischen Trainer Luis de la Fuente seinen Meister gefunden – und das ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag.

Deschamps: «Wir waren eine Klasse schlechter»

Die Spanier sind ein grosser Tolggen in der Erfolgsära Deschamps': 5 aus 8 Duellen verlor Frankreich unter dem scheidenden Nationaltrainer. Noch steht für Deschamps das Spiel um Platz 3 (Samstag 23:00, live bei SRF) an, doch seine Ägide endet sowieso mit einer Enttäuschung. Da dürfte ihn auch nicht trösten, dass er mit seinem 26. Einsatz den früheren deutschen Bundestrainer Helmut Schön als WM-Rekordcoach ablöste.

«Wir waren objektiv gesehen eine Klasse schlechter als der Gegner», resümierte der Frankreich-Trainer im Anschluss. Wobei er eine Teilschuld auch beim Schiedsrichter verortete: «Hat er das Niveau, um einen WM-Halbfinal zu pfeifen?» Er lässt die selbstgestellte Frage unbeantwortet.

Stolzer de la Fuente

Die französische Inexistenz in der Offensive war nicht nur selbstver-, sondern auch dem spanischen Auftritt geschuldet. Die iberischen Kontroll-Profis waren von de la Fuente einmal mehr perfekt eingestellt worden. Die massierte Abwehr, die im gesamten Turnier erst ein Gegentor erhalten hat (beim 2:1 im Viertelfinal gegen Belgien), hielt sich auch am Dienstag schadlos.

Damit steht der Europameister erstmals seit 16 Jahren wieder in einem WM-Final. «Jetzt haben wir diesen Schritt gemacht und wollen auch den Titel», sagte de la Fuente. «Ich bin extrem glücklich» – und er sei «stolz, ein Spanier zu sein».

Spaniens Gegner am Sonntag in East Rutherford wird im 2. Halbfinal am Mittwoch zwischen England und Argentinien ermittelt. Beide Spiele zeigen wir jeweils ab 21:00 Uhr live auf SRF zwei.

WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 14.7.26, 21 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel