Das Schweizer Nationalteam steht dank eines überzeugenden 2:0-Erfolgs gegen Algerien im WM-Achtelfinal. Die Freude über diesen Triumph ist in der Schweizer Medienlandschaft wenig überraschend gross. «Dank Duo Manzambolo – Nati beendet 88 Jahre alten Fluch!» titelt der Blick, nachdem die Schweiz erstmals seit 1938 wieder ein WM-K.o.-Spiel für sich entschied – und das «mit fast unheimlicher Souveränität», so die NZZ.
Der Tages-Anzeiger bringt mit seinem Titel «Manzambi-Solo und Traumstart nach der Pause» das Fazit der Sechzehntelfinal-Partie in Vancouver ziemlich genau auf den Punkt. Wie schon gegen Kanada im letzten Gruppenspiel (2:1) war die Schweiz gegen Algerien wenige Sekunden nach der Pause erfolgreich – Dan Ndoyes 2:0 sollte die Vorentscheidung sein. Und Shootingstar Johan Manzambi ist nach einem weiteren Glanzauftritt ohnehin wieder in aller Munde.
«Wahrscheinlich hätte aus Johan Manzambi ein Leichtathlet von einem anderen Stern werden können», schreibt die NZZ und fügt an: «Spätestens seit Freitagmorgen muss man das annehmen, denn gegen Algerien setzte der junge Genfer in der zehnten Minute im Stile eines ganz grossen Hindernisläufers zu einem Sprint an, tanzte alle Gegenspieler aus und passte von der Grundlinie zu Breel Embolo. Der hat in seinen zwölf Jahren als Profifussballer vermutlich selten weniger für ein Tor tun müssen als nun.»
Es war das 1. Tor der Nati zu einem idealen Zeitpunkt, denn in den Minuten zuvor hatte eigentlich nur Vladimir Petkovics Algerien gespielt. «Der Druck der Algerier hält an, doch dann lanciert Ruben Vargas bei einem Schweizer Gegenstoss den gestarteten Johan Manzambi – und was dieser in der 11. Minute fabriziert, verdient einmal mehr das Prädikat ‹Weltklasse›», hält der Bote der Urschweiz fest.
Letztlich sei der Sieg hoch verdient gewesen, bilanziert der Blick. «Zu souverän, zu ausgefuchst und zu effizient in den entscheidenden Momenten tritt die Nati auf. Und in der Defensive lässt sie nichts anbrennen. [...] Yakins Mut, erstmals mit Embolo, Ndoye, Vargas und Manzambi und damit mit vier Offensivleuten von Beginn an zu spielen, wird belohnt.»
Der Optimismus hinsichtlich einer möglichen Viertelfinal-Qualifikation ist nach dem 2:0 gegen Algerien nicht weniger geworden – im Gegenteil: «Egal, wer kommt: In dieser Form muss sich die Nati vor keinem fürchten», blickt der Bote der Urschweiz euphorisch voraus.