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WM 2026: 1/16-Final SUI-ALG WM-Achtelfinal kann kommen: Die Nati schlägt auch Algerien

  • Die Schweiz besiegt im WM-Sechzehntelfinal vor 52'497 Fans in Vancouver Algerien mit 2:0.
  • Die Treffer erzielen Breel Embolo (10.) und Dan Ndoye (46.).
  • Damit übersteht die Nati erstmals seit Einführung der Gruppenphase (1950) eine K.o.-Runde an einer WM.
  • Gegner im Achtelfinal am kommenden Dienstag (22 Uhr MESZ) ist entweder Kolumbien oder Ghana.

Manchmal wiederholt sich Geschichte eben doch: Wie schon beim letzten WM-Gruppenspiel der Schweizer in Vancouver brauchte die Nati im Sechzehntelfinal gegen Algerien nach der Pause weniger als 60 Sekunden, um ein Tor zu erzielen.

War es gegen Kanada noch Ruben Vargas nach 38 Sekunden gewesen, dauerte es diesmal nur 8 Sekunden länger. Dan Ndoye profitierte von einer ungenügenden Befreiungsaktion von Rafik Belghali und überwand Luca Zidane im algerischen Tor zum 2:0. Wieder einmal hatte Murat Yakin offensichtlich die richtigen Worte während einer Unterbrechung gefunden.

Bärenstarker Zakaria

Sein goldenes Händchen hatte der 51-Jährige indes schon mit seiner Startelf bewiesen. Denn neben Torschütze Ndoye, der für Djibril Sow aufgeboten wurde, schenkte er auch Denis Zakaria als Rechtsverteidiger das Vertrauen. Letzerer ersetzte Luca Jaquez, der wegen muskulärer Beschwerden passen musste.

«Zak» war bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung (87.) einer der Besten. Er gewann Zweikampf um Zweikampf, holte viele Bälle zurück, blockte in der 50. Minute einen Torschuss vor der Torlinie und war auch offensiv aktiv.

Zwei Fussballspieler im roten Trikot feiern auf dem Spielfeld.
Legende: Brachte die Nati auf die Siegerstrasse Breel Embolo jubelt nach dem frühen 1:0. KEYSTONE/Peter Klaunzer

Manzambi dribbelt, Embolo trifft

Yakin hatte vor dem WM-Sechzehntelfinal Effizienz und Mentalität gefordert. Und sein Team enttäuschte ihn nicht. Nachdem die Nati in der Startphase eine erste algerische Druckphase erduldet hatte, verwertete sie gleich die erste Topchance.

Remo Freuler eroberte einen Ball und bediente Granit Xhaka. Der Captain, der in der Startphase kaum ins Spiel gefunden hatte, lancierte Vargas, der auf Johan Manzambi durchsteckte. Und das Juwel zeigte seine Klasse, indem es Aïssa Mandi davonlief und in der Mitte Breel Embolo bediente.

Algerien mit mehr Ballbesitz, aber weniger Chancen

Der Treffer brachte zwar etwas Ruhe ins Schweizer Spiel. Doch spielbestimmend blieb praktisch über die gesamte 1. Halbzeit Algerien. Im Verbund nahmen Ramiz Zerrouki und Nabil Bentaleb Xhaka in dessen 150. Länderspiel weitestgehend aus der Partie. Zur Pause lautete das Ballbesitzverhältnis 60:40 aus algerischer Sicht. Wirklich zwingend wurde das Team von Ex-Nati-Coach Vladimir Petkovic aber nie.

Nach der Pause und mit dem 2:0 im Rücken fand die Nati besser ins Spiel. Die endgültige Entscheidung verpasste Fabian Rieder in der 81. Minute, als er einen Querpass von Zakaria – erneut er – statt ins leere Tor in die Arme von Zidane schob. Das Auslassen der Riesenchance sollte sich indes nicht rächen. In der Schlussphase durfte auch noch Noah Okafor erstmals WM-Luft schnuppern. Er fügte sich nahtlos ein und bewies, dass auch er noch eine echte Hilfe werden könnte.

So geht es weiter

Mit dem Erfolg überspringt die Nati erstmals seit 88 Jahren eine K.o.-Runde an einer WM. 1994 (Spanien), 2006 (Ukraine), 2014 (Argentinien), 2018 (Schweden) und 2022 (Portugal) war man jeweils bereits bei erster Gelegenheit gescheitert.

Auf dem Weg zur «besten WM der Geschichte» stellt sich der Schweiz im Achtelfinal am 7. Juli (22:00 Uhr MESZ) entweder Kolumbien oder Ghana in den Weg. Die Partie findet erneut in Vancouver statt, wo man beide bisherigen WM-Spiele gewinnen konnte.

Resultate

SRF zwei, Sportlive, 03.07.26, 04:30 Uhr

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