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Medienkonferenz vor WM-Start Infantino zu Fall Artan: «Sind nicht Könige der Welt»

Der Fifa-Präsident nimmt einen Tag vor WM-Start auch zum Einreiseverbot des somalischen Schiedsrichterst Stellung.

Mann im Anzug lächelnd bei einer Pressekonferenz mit einem Fussball und einem goldenen Pokal auf dem Tisch.
Legende: «Es ist unglücklich» meinte Gianni Infantino zum Einreisverbot für Schiedsrichter Omar Artan. IMAGO / Matthias Koch

Gianni Infantino hat nach dem US-Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan im Vorfeld der WM um Gelassenheit geworben. «Es ist unglücklich, was dem Schiedsrichter aus Somalia widerfahren ist. Auch hier gilt: Wir haben nicht alles im Griff. Wir versuchen es, wir werden darüber sprechen, wir werden uns beraten, wir werden sehen», sagte der Schweizer auf der Pressekonferenz vor dem Eröffnungsspiel am Donnerstag in Mexiko-Stadt.

Manchmal, so Infantino weiter, sei es «gut, sich zu beruhigen, sich zu entspannen – wir arbeiten an allem, wir versuchen, alles zu lösen. Manchmal hat es den gegenteiligen Effekt, sofort zu schreien und zu brüllen, anstatt eine Lösung zu finden.» Die Fifa versuche stets, «Lösungen zu finden», so Infantino: «Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und Polizeikräfte herrschen können. Wir sind eine Sportorganisation.»

Infantino verteidigt «gutes Verhältnis» zu Trump

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Infantino verteidigte zudem seine enge Beziehung zu Donald Trump. Ohne das Engagement des US-Präsidenten «wäre es meiner Meinung nach schlicht unmöglich gewesen, eine WM in den Vereinigten Staaten zu organisieren», sagte er an der Pressekonferenz.

Trump habe sofort die Dimension der WM verstanden, ihre Wirkung und ihren Einfluss», führte Infantino aus: «Sich mit dem Präsidenten über wichtige Themen austauschen zu können, ohne etwas zu verlangen, sondern einfach zu versuchen zu erklären – ich denke, das ist der Schlüssel zu einer positiven Beziehung.»

Neben Artan war auch Fans und Funktionären des Iran, der sich mit den USA im Krieg befindet, die Einreise zuletzt verwehrt worden. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bat Infantino um Vertrauen in seinen Verband.

Würden Sie es normal finden, wenn die Fifa der britischen Regierung vorschreiben würde, wen sie ins Land lassen darf und wen nicht?
Autor: Gianni Infantino

«Leider ist unsere Welt eine sehr gefährliche und aggressive Welt, und die Sicherheit steht über allem. Man muss die Entscheidungen respektieren, die getroffen werden. Und wenn ich sage, man solle entspannt bleiben, meine ich nicht, dass man nichts tun soll. Ich meine, dass man darauf vertrauen soll, dass wir hinter den Kulissen arbeiten», sagte der 56-Jährige.

Auf Nachfrage der BBC, ob die Fifa die Kontrolle über ihr eigenes Turnier aus der Hand gegeben habe, entgegnete Infantino: «Ich glaube, wir hoffen, dass die Frauen-WM 2035 in Grossbritannien stattfinden wird – es muss zwar noch eine Entscheidung fallen, aber es sieht ganz danach aus. Würden Sie es normal finden, wenn die Fifa der britischen Regierung vorschreiben würde, wen sie ins Land lassen darf und wen nicht?»

Tagesschau, 6.6.2026, 19.30 Uhr ; 

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