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Mitspieler sprechen ihm Mut zu Embolos WM: Unrühmlicher Anfang, unrühmliches Ende

Breel Embolos WM begann mit Einreiseproblemen und endet mit einer bitteren roten Karte. Das Team stellt sich hinter ihn.

Fussballspieler umarmen sich auf dem Spielfeld, umgeben von anderen Spielern.
Legende: Unglaube nach dem Platzverweis Breel Embolo muss von Denis Zakaria getröstet werden. imago images/Icon Sportswire

Breel Embolo konnte die Tränen beim Gang in die Katakomben des Kansas-City-Stadions nicht verbergen. Kurz nach dem 1:1-Ausgleich der Nati gegen Argentinien hatte der Stürmer Gelb-Rot gesehen – wegen einer Schwalbe. Diese wurde nach Eingriff des VAR von Schiedsrichter Joao Pinheiro nur geahndet, weil er zuvor Leandro Paredes zu Unrecht verwarnt hatte.

Der Platzverweis kostete die Schweiz das Momentum. Der Plan von Murat Yakin, mit den bereits an der Seitenlinie bereitstehenden Ruben Vargas und Zeki Amdouni offensiv zu wechseln und noch in der regulären Spielzeit die Entscheidung zu suchen, wurde über den Haufen geworfen.

Getrübtes WM-Erlebnis

Für Embolo war die Situation vor allem eines: äusserst unglücklich. Sein persönliches WM-Ende kam entschieden zu früh, während der Anfang des Abenteuers in Nordamerika noch verspätet erfolgt war. Aufgrund von Problemen bei der Einreise in die USA hatte der 29-Jährige erst einige Tage nach dem Team ins Camp nach San Diego einrücken können.

Seine Reisegenehmigung (ESTA) war kurz vor dem planmässigen Abflug aufgrund einer im Frühjahr ausgesprochenen Verurteilung wegen Drohung geplatzt.

Einzelne Eskapaden haben Embolos Karriereweg begleitet. Im Nationalteam geniesst er trotzdem hohes Ansehen – auch dank seiner positiven Art und der Aufopferung für das Team auf dem Platz. Auch bei den Fans sammelt er immer wieder Sympathiepunkte: etwa nach dem Algerien-Spiel, als er die Visum-Affäre im Interview selbstironisch thematisierte.

Keine Schelte von den Teamkollegen

Während sich Embolo nach dem bitteren Viertelfinal-Out öffentlich nicht äusserte, stärkten ihm seine Teamkollegen demonstrativ den Rücken. «Breel ist so ein wichtiger Teil dieser Mannschaft. Er hat uns so viel gegeben, auch heute wieder. Wir stehen alle weiterhin hinter ihm», erklärte Manuel Akanji.

«Breel ist überhaupt nicht einer, der für Schwalben bekannt ist. Er muss jeweils sehr viel einstecken», nahm Granit Xhaka Embolo in Schutz. Wie in den vorangegangenen Partien habe sich der Einzelkämpfer in der Sturmspitze in harten Duellen aufgerieben und sich «gegen zwei sehr starke Innenverteidiger» behauptet. Man wolle nicht den Stab über ihm brechen, im Gegenteil: «Er hat unseren Support. Er hatte ihn von Tag 1 an bis zum Schluss.»

Den Zuspruch dürfte Embolo gut gebrauchen können. Trösten dürfte ihn auch seine ansonsten ansehnliche WM-Bilanz: Neben seinen Länderspieltoren 25 und 26 gelangen ihm auch zwei Assists.

SRF zwei, Sportlive, 12.07.26, 01:55 Uhr ; 

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