Die Schweiz ist an der WM in die Gruppe B mit Co-Gastgeber Kanada, Katar und Bosnien-Herzegowina gelost worden. Eine Gruppe, in der die Nati klar favorisiert ist. Dass die Nati mit nominell unterlegenen Mannschaften umgehen kann, hat sie mit dem klaren Sieg im Testspiel gegen Jordanien gezeigt.
Die Erwartungshaltung nicht nur bei den Fans, sondern auch beim Team selbst, dürfte es also sein, als Gruppensieger in die K.o.-Phase vorzustossen. Doch ist dies für die entscheidende Phase des Turniers überhaupt erstrebenswert? Oder würde Gruppenrang 2 einen einfacheren Weg ebnen?
Szenario 1: Die Schweiz wird Gruppensieger
Auf dem Papier ist Platz 1 wohl das wahrscheinlichste Szenario für die Schweiz. Dieser würde für die K.o.-Phase Folgendes bedeuten:
- Sechzehntelfinal: Als Gruppensieger würde die Schweiz am 3. Juli um 5 Uhr auf ein drittplatziertes Team aus den Gruppen E, F, G, I oder J treffen. Mögliche Gegner wären etwa die Elfenbeinküste, Japan, Österreich, der Iran oder der Senegal. Eine Gruppen-Übersicht finden Sie hier.
- Achtelfinal: Übersteht die Schweiz das erste K.o.-Spiel, würde am 7. Juli um 22 Uhr aller Voraussicht nach einer der WM-Topfavoriten warten: Portugal. Dieses Duell gab es im Achtelfinal bereits vor vier Jahren in Katar, als die Nati sang- und klanglos mit 1:6 ausschied.
- Viertelfinal: Hier bewegen wir uns natürlich schon in sehr spekulativen Gefilden. Trotzdem: Wenn sich die Schweiz erstmals in der Neuzeit für den WM-Viertelfinal qualifiziert, könnte der Gegner am 12. Juli um 3 Uhr dort Titelverteidiger Argentinien heissen.
Szenario 2: Die Schweiz wird Gruppenzweiter
Sollte die Schweiz die Gruppenphase auf dem 2. Platz beenden, würde sie die K.o.-Phase auf der anderen Seite des Turnierbaums in Angriff nehmen. Das sähe dann folgendermassen aus:
- Sechzehntelfinal: Als Gruppenzweiter würde die Schweiz am 28. Juni um 21 Uhr auf den Zweiten der Gruppe A treffen. Es kommen also Mexiko, Südkorea, Tschechien und Südafrika infrage.
- Achtelfinal: Nach einem auf dem Papier machbaren Los im Sechzehntelfinal würde am 4. Juli um 19 Uhr ein härterer Brocken warten: der Sieger des Duells zwischen dem Sieger der Gruppe F – möglicherweise die Niederlande – und dem Zweiten der Gruppe C. Das dürften Marokko oder Brasilien sein.
- Viertelfinal: Gibt es in den anderen Sechzehntelfinals Favoritensiege, wartet in der Runde der letzten 8 am 9. Juli um 22 Uhr Deutschland oder Frankreich auf die Schweiz.
Bei einem allfälligen Weiterkommen auf Rang 3 gäbe es bereits bei den möglichen Sechzehntelfinal-Gegnern mehrere Konstellationen. Daher wird auf die Darstellung dieses Szenarios verzichtet.