«Wir waren besser als der Weltmeister, aber das Ergebnis ist durch interne und externe Faktoren beeinflusst worden», sagte der 59-jährige Hossam Hassan nach dem spektakulären 2:3 gegen Titelverteidiger Argentinien und nahm Schiedsrichter François Letexier aus Frankreich ins Visier.
«Die Argentinier haben Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt», behauptete Hassan und betonte, man habe ihn im Vorfeld «abgelehnt». Vor allem die spielentscheidende Szene brachte ihn in Rage: «Ein Elfmeter für uns ist nicht einmal vom VAR gecheckt worden.» Nach Ansicht der Ägypter habe es vor dem argentinischen Siegtor durch Enzo Fernandez (90.+2) ein Foul an Hamdy Fathy im argentinischen Strafraum gegeben. Ausserdem sei seinem Team ein Tor von Mostafa Ziko (58.) «aus welchen Gründen auch immer» aberkannt worden.
«Viele Dinge sind fragwürdig»
«Wir hatten den Sieg verdient, aber wir haben keinen Respekt und kein Fair Play erfahren», ereiferte sich Hassan, «das Leben ist unfair, die Welt ist unfair, aber warum gibt es keine Fairness im Fussball, im Sport? Wir sind ungerecht behandelt worden.»
Einmal in Fahrt, beklagte sich der Coach auch über die Anstosszeit am Mittag. «Wer ein Spiel für 12:00 Uhr ansetzt, hat nie selbst Fussball gespielt», sagte er, «sollen die Spieler um 7:30 Uhr Mittag essen?» Sein Fazit nach dem WM-Aus: «Viele Dinge sind fragwürdig – auf dem Feld und ausserhalb. Das schadet der Glaubwürdigkeit.»