- Argentinien gewinnt den WM-Achtelfinal gegen Ägypten in Atlanta/USA mit 3:2.
- Dabei dreht der amtierende Weltmeister in der Schlussphase einen 0:2-Rückstand.
- Lionel Messi verschiesst erst einen Elfmeter und erzielt später sein 21. WM-Tor.
- Argentiniens Viertelfinal-Gegner machen die Schweiz und Kolumbien am Dienstagabend unter sich aus (live auf SRF zwei).
Nach einer Stunde brachen im Atlanta-Stadion alle Dämme – allerdings vergebens. Denn der völlig überraschende Kontertreffer von Ägypten-Stürmer Mostafa Ziko zum 2:0 wurde wenig später vom VAR aberkannt. Dem Tor, mitten in einer argentinischen Druckphase, war ein Foulspiel vorausgegangen.
Nur 7 Minuten später durfte Ziko erneut jubeln, und diesmal ohne abruptes Ende. Wieder wurden die Argentinier nach Strich und Faden ausgekontert, eingeleitet von Ägyptens Altstar Mohamed Salah. Am Ende stand Ziko perfekt und schob zum 2:0 ein.
Argentiniens unglaubliches Comeback
Doch das geschockte Argentinien rappelte sich schnell wieder auf – und reagierte weltmeisterlich. In der 79. Minute gelang Cristian Romero per Kopf der Anschlusstreffer, weitere 4 Minuten später traf Lionel Messi für den wieder deutlich überlegenen Titelverteidiger zum 2:2. Damit baute der 39-Jährige seinen WM-Torrekord auf 21 Treffer aus.
In der dramatischen Schlussphase machte Argentinien die unfassbare Wende tatsächlich perfekt. In der 2. Minute der Nachspielzeit zirkelte Lautaro Martinez eine Massflanke in den Strafraum, wo der aufgerückte Enzo Fernandez einen Kopfball in den Maschen versorgte – und dem Favoriten das erkämpfte 3:2 ermöglichte.
Messis Penalty-Negativrekord
Bereits das 1:0 der Ägypter war aus dem Nichts entstanden. Nach einer Viertelstunde setzte sich Verteidiger Yasser Ibrahim im Kopfballduell durch und nickte ein.
Nur gut 5 Minuten später wurde Nicolas Tagliafico nach einem Zuspiel von Lionel Messi im Strafraum gelegt – und der Favorit bekam die Chance zur prompten Antwort vom Punkt. Captain Messi übernahm die Verantwortung – und scheiterte an Shoubier.
Für den 39-Jährigen war es der zweite Penalty-Fehlschuss an der aktuellen WM-Endrunde in Folge, bereits gegen Österreich war er gescheitert. So ein Lapsus war bislang noch keinem Spieler in der WM-Geschichte unterlaufen. Insgesamt kumuliert Messi damit bei Weltmeisterschaften 4 Fehlversuche aus 8 Elfmetern.
In der Folge drückte Argentinien auf den Ausgleich, Ägypten igelte sich im eigenen Strafraum ein. Mostafa Shobeir machte in diesen Minuten den Unterschied. Der Goalie von Al-Ahly parierte mehrfach mirakulös, darunter gegen Alexis Mac Allister (28.) und Julian Alvarez (39.), welche beide aus bester Position scheiterten. Erst in der Schlussphase sollten es die Südamerikaner besser machen.
So geht es weiter
Während Ägypten den erstmaligen Vorstoss in einen WM-Viertelfinal verpasst, stehen die Argentinier in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit wieder im Einsatz. Um 3:00 Uhr steigt ihr Viertelfinal in Kansas City, Gegner ist entweder die Schweiz oder Kolumbien.