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Nati-Stürmer noch ohne Einsatz Okafor: «Ich bin topfit und gut gelaunt»

Noah Okafor hat an der WM noch keine Minute gespielt. Der Leeds-Stürmer will bereit sein, wenn es ihn braucht.

SRF-Kommentator Sascha Ruefer hat Noah Okafor nach dem Kanada-Spiel als «tickende Zeitbombe» bezeichnet. Dies, weil der 26-Jährige in drei Gruppenspielen keine Einsatzminuten erhalten hat. Okafor wollte an der Medienkonferenz am Sonntag aber keine schlechte Stimmung verbreiten: «Ich bin glücklich, hier zu sein. Ich bin fit und gesund. Und ich bin sehr gut gelaunt, das seht ihr an meinem Lachen.»

Natürlich sei er vielleicht ein bisschen verärgert, räumte Okafor ein. Jeder Spieler wolle spielen, die WM sei ein Traum für jeden jungen Fussballer. Aber er stellt klar: «Ich versuche mich auf mich selbst zu konzentrieren und auf meine Chance zu warten.»

Okafor spricht von sportlicher und menschlicher Entwicklung

Okafor betont, dass er von der EM 2024 gelernt habe. «Ich habe menschlich und sportlich einen grossen Schritt gemacht.» Okafor sagt von sich selbst, seine Körpersprache sei damals nicht die beste gewesen. Seine Familie habe ihn aber unterstützt. Er sei gelassener geworden.

Zwei Männer stehen auf einem Fussballfeld und sprechen miteinander.
Legende: Die Kommunikation stimmt Yakin und Okafor unterhalten sich während einer Trainingseinheit. Keystone/Peter Klaunzer

Fussball sei ein Teamsport. Er hoffe, «dass wir so weit wie möglich kommen und ich meinen Teil beitragen kann». Wichtig sei der Erfolg der Mannschaft. Okafor freut sich über die guten Auftritte von Kumpel Ruben Vargas und Senkrechtstarter Johan Manzambi. «Er ist auch ein super Typ», sagt der Baselbieter über den Freiburg-Stürmer.

Austausch mit Yakin findet statt

Der «neue» Okafor spricht relativ offen über die letzten Monate. Gut getan habe ihm der Wechsel zu Leeds, weil er regelmässig spielen konnte. 8 Tore gelangen ihm in der abgelaufenen Premier-League-Saison. Nach einem klärenden Gespräch mit Nati-Coach Murat Yakin im Februar kehrte er in den Kreis des Nationalteams zurück.

Auch während des Turniers sei der Austausch mit Yakin gut. «Ich habe heute mit ihm geredet. Er hat mir erklärt, warum ich nicht gegen Kanada reingekommen bin und wir haben aufgegleist, wie es nun aussehen könnte», so Okafor.

Wadenverletzung sei längst auskuriert

Sein Fitnesszustand sei optimal, seiner Wade gehe es «sensationell», erklärte Okafor. Er sei zwar mit einer leichten Wadenverletzung zur Nati gestossen und habe zunächst individuell trainert. Das sei aber schon lange vorbei.

Okafor brennt auf einen Einsatz im Sechzehntelfinal am nächsten Freitag gegen Algerien (04:30 Uhr, SRF zwei). Und er freut sich auf das Wiedersehen mit Vladimir Petkovic. Unter dem aktuellen Nationalcoach des nächsten Schweizer Gegners debütierte Okafor vor 7 Jahren in der Nations League gegen England. «Ich war sehr jung und bin glücklich über diesen Moment. Es ist speziell, auf ihn zu treffen. Nicht nur für mich, sondern für das ganze Land.»

Algerien habe nicht nur einen tollen Trainer, sondern auch individuell starke Spieler. «Wenn wir cool bleiben, können wir aber weiter Geschichte schreiben», sagt Okafor optimistisch.

FIFA WM 2026

SRF zwei, Nati-Magazin, 25.06.2026, 21:00 Uhr ; 

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