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Stimmen zum enttäuschenden 1:1 «Man muss manchmal einfach das machen, was der Trainer verlangt»

Bei den Nati-Akteuren ist der Frust nach dem späten Ausgleich von Katar gross. Granit Xhaka nimmt seine Mitspieler in die Pflicht.

26 Abschlüsse, fast 70 Prozent Ballbesitz und eine 1:0-Führung bis zur 94. Minute reichten der Schweizer Nati nicht zum WM-Auftaktsieg gegen Katar. Nach einer in der ersten Halbzeit über weite Strecken starken Leistung geriet das Team von Trainer Murat Yakin nach der Pause aus der Spur. Prompt fiel tief in der Nachspielzeit der Ausgleich Katars.

«Das Spiel müssen wir einfach nach Hause bringen, dann redet morgen niemand darüber», stellt Captain Granit Xhaka klar. Seine Mannschaft habe in der 2. Halbzeit den Rhythmus und die Geduld verloren. Das dürfe nicht passieren. Der 33-Jährige nahm einzelne Spieler in die Pflicht, ohne jedoch Namen zu nennen.

«Man muss seine Position respektieren und einfach das machen, was der Trainer verlangt und nicht den Showmaker markieren. Das hat mit Disziplin zu tun. Wenn man diese nicht hat, wird es schwer.» Gegner Katar habe seine Sache gut gemacht und nur auf diesen Moment gewartet. Auch der Goalie habe ein «riesiges» Spiel gemacht.

Unglücklicher Nachmittag für Kobel

Nati-Goalie Kobel hatte eigentlich einen ruhigen Arbeitstag. Nach dem frühen Schock in der 2. Minute blieb der Zürcher weitestgehend beschäftigungslos, ehe es spät doch noch hinter ihm einschlug. «Unglaublich bitter und frustrierend», sei eine solche Situation für einen Torhüter. Die Intensität, Sauberkeit und die Präzision habe dem Team gefehlt.

Die Hauptursache für den ärgerlichen Punktverlust war schnell gefunden. «Wir können nicht mehr Chancen herausspielen. Wir müssen einfach das Tor machen», bemängelte Manuel Akanji die fehlende Effizienz. Auch Trainer Yakin kritisierte die fehlende Kaltblütigkeit. «Die vergebenen Chancen schmerzen extrem bei dem Aufwand, den wir betrieben haben. Wir müssen uns sicher an der eigenen Nase nehmen.»

Verloren ist für die Nati nach dem ärgerlichen Auftakt selbstredend noch nichts. «Vielleicht ist es ganz gut, dass uns das im ersten Spiel passiert ist. Wir haben alles in den eigenen Händen», blickt Kobel vorsichtig optimistisch voraus.

Für Xhaka war der Rückschlag in erster Linie ein Realitätscheck: «Wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken und mit den Beinen auf den Boden kommen. Das war nicht gut genug, aber wir schauen vorwärts.»

WM 2026

SRF zwei, sportlive, 13.06.2026, 20:10 Uhr ; 

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