England ist mit einem fulminanten 4:2-Sieg gegen Kroatien in die WM in den USA, Kanada und Mexiko gestartet. Am Dienstag gegen Ghana soll das nächste Offensiv-Feuerwerk gezündet werden. Nach dem optimalen Auftakt in das Turnier macht sich auf der Insel bereits wieder Euphorie breit. Das Boulevardblatt The Sun sah nach dem Power-Fussball der Engländer etwas «Sternenstaub», den Harry Kane, Jude Bellingham und Co. versprüht hätten.
Ich komme in der bestmöglichen Verfassung in dieses Turnier. Im Laufe einer Karriere gibt es nicht viele Phasen, in denen alle Stücke des Puzzles im richtigen Moment zusammenpassen.
Das soll nun in Foxborough bei Boston wieder geschehen. Vor allem auf Kane sind die Augen wieder einmal gerichtet. Mit seinem Doppelpack gegen Kroatien stellte der 32-Jährige den WM-Rekord von Englands Stürmer-Legende Gary Lineker ein. Gegen Ghana soll die Bestmarke endgültig fallen. Kane fühlt sich in der Form seines Lebens.
«Ich komme in der bestmöglichen Verfassung in dieses Turnier», sagte der Captain der britischen Zeitung The Guardian. «Im Laufe einer Karriere gibt es nicht viele Phasen, in denen alle Stücke des Puzzles im richtigen Moment zusammenpassen», sagte Kane. «Im Moment bin ich in so einer Phase.»
Bei Kane fällt eine Last weg
Sowohl physisch als auch mental fühle er sich in Topform, sagte er. Vor seinem Wechsel von Tottenham zu Bayern München trug Kane ein gewisses Verlierer-Image mit sich herum. Weder mit den «Spurs» noch mit den «Three Lions» hatte der Stürmer etwas gewonnen. «Die Art, wie ich wahrgenommen werde, hat sich zuletzt sicherlich verändert», räumte Kane ein. Die Last, etwas gewinnen und den Leuten beweisen zu müssen, sei weg.
«Das ist der Bellingham, auf den England gewartet hat»
Und die neue Leichtigkeit Kanes scheint sich auch auf die übrigen Offensivkräfte zu übertragen – allen voran auf Jude Bellingham, der nach dem Auftaktsieg ebenfalls mit Lob überschüttet wurde. «Das ist der Bellingham, auf den England gewartet hat», schrieb die spanische Zeitung Marca über den zuletzt häufig kritisierten Offensivstar, der bei Real Madrid nur selten glänzen konnte. «Du kannst dich auf Jude in diesen Momenten verlassen. Er liebt diese Druckspiele. Das kitzelt das Beste aus ihm heraus», schwärmte sein deutscher Trainer Thomas Tuchel.