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Vor WM-Achtelfinal vs. COL Yakin: «Bin immer gut darin, Lösungen zu finden»

In seinem zweiten WM-Achtelfinal muss der Schweizer Nati-Coach wohl wieder einmal in die taktische Trickkiste greifen.

Es ist ein Déjà-vu der bitteren Sorte: Musste Murat Yakin an der WM vor dreieinhalb Jahren im Achtelfinal-Out in Katar gegen Portugal (1:6) auf mehrere kranke Spieler verzichten, droht ihm nun die Verletzungshexe einen Strich durch die Rechnung zu machen. Weil Johan Manzambi, Ruben Vargas und Djibril Sow das Abschlusstraining vor dem Duell mit Kolumbien abbrechen mussten, wird der Nati-Coach voraussichtlich an der Personalfront umplanen müssen.

Keine Systemumstellung

«Es nützt nichts, angeschlagene Spieler auf dem Feld zu haben», sagt Yakin am Montagnachmittag an der Medienkonferenz vor dem Duell mit Kolumbien im BC Place. Sollten Manzambi oder Vargas tatsächlich ausfallen, würde es wohl beim gleichen System bleiben. «Wir haben uns etwas angeeignet, das gut ist, und haben dreimal gewonnen. Wir werden nicht ändern, wie wir spielen.» Und auch wenn ein Ausfall der beiden Schweizer Topskorer ein herber Schlag wäre, bleibt Yakin zuversichtlich: «Ich war und bin immer gut darin, Lösungen zu finden.»

Nach vier international wenig renommierten Gegnern an der WM bekommt es die Nati im Achtelfinal erstmals mit einem «Brocken» zu tun – wortwörtlich: Kolumbien verfügt vor allem in der Abwehr und im Mittelfeld über viele wuchtige Spieler, das weiss auch Yakin. Er erwartet «das wohl härteste Spiel bislang. In jedem Spiel geht es bei ihnen ums Überleben. Da dürfen wir nicht zurückstecken, uns nicht provozieren lassen und müssen dagegenhalten. Wir müssen auf unsere Art spielen, aber auch mit Leidenschaft dabei sein. Technik und Taktik werden am Dienstag nicht reichen», fordert er.

Dass die Schweiz (einmal mehr) gefühlt als Auswärtsteam in ein WM-Spiel gehen wird, ist für Yakin kein Problem. Sobald angepfiffen werde, sei man als Fussballer ohnehin voll fokussiert, «da bekommt man von der Stimmung nicht viel mit. Kolumbien wird zwar viele Fans im Stadion haben, unsere geben uns dafür Kraft aus der Heimat.»

Angesprochen werden Yakin und Nico Elvedi auch auf die Standards, in der WM-Quali noch eine Stärke der Schweizer, an der WM 2026 indes noch kein Faktor. «Wir haben das in den letzten Tagen im Training noch einmal angeschaut. Es wäre schön, wenn es mal wieder klappen würde», sagt der Innenverteidiger. Anschauungsunterricht könnte sich das Team übrigens beim Trainer nehmen. Der zeigte seine Skills am Sonntag im Training.

FIFA WM 2026

Livestream auf srf.ch/sport, 06.07.26, 23:30 Uhr

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