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Vor WM-Sechzehntelfinal Gegen Petkovics Algerier: Die Nati als Lustkiller und Wehmacher?

In der ersten WM-K.o.-Runde kommt es für viele Schweizer zu einem besonderen Wiedersehen.

Fast sieben Jahre lang war Vladimir Petkovic zwischen 2014 und 2021 Schweizer Nationaltrainer. Der 62-Jährige besitzt längst die Schweizer Staatsbürgerschaft und seine Familie lebt nach wie vor im Tessin. Viele aktuelle Natispieler debütierten unter Petkovic. Kein Wunder also, wird das Duell im WM-Sechzehntelfinal zwischen der Nati und Algerien zu einem besonderen.

Schweizer WM-Sechzehntelfinal live bei SRF

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Algerien ist am Freitag (um 5:00 Uhr Schweizer Zeit) in Vancouver der Gegner der Nati im Kampf um das WM-Achtelfinal-Ticket. Verfolgen Sie die Partie live auf SRF zwei oder in der Sport App, die Vorberichterstattung beginnt um 4:30 Uhr.

Auf Radio SRF 3 wird das Spiel durchkommentiert.

Petkovic schränkt am Tag vor dem Spiel an der Medienkonferenz im Bauch des BC Place in Vancouver zwar ein, «es spielen nicht Petkovic gegen Yakin», präzisiert dann aber: «Klar ist das Spiel für mich speziell. Aber ich bin ganz Profi: Ich bin natürlich immer für das Team, für das ich arbeite. Und für meine Spieler ist es einfach eine normale Partie gegen einen sehr guten Gegner.»

Ich kenne sie und sie kennen mich.
Autor: Vladimir Petkovic Trainer Algerien

Auch Murat Yakin freut sich auf das Wiedersehen. Fünfmal traf er in seiner Karriere als Trainer bereits auf Petkovic und blieb dabei ungeschlagen. Daraus jedoch einen Vor- oder Nachteil für ein Team herauszulesen, findet Petkovic übertrieben: «Die Welt des Fussballs ist klein, es gibt so oder so keine Geheimnisse mehr. Es ist kein grosser Vorteil, jemanden zu kennen. Ich kenne sie und sie kennen mich», meint er.

Zwei Personen bei einer Pressekonferenz, einer am Mikrofon.
Legende: Blicken positiv auf das Spiel gegen Algerien voraus Breel Embolo und Murat Yakin. KEYSTONE/Peter Klaunzer

Der Gegner ist analysiert

Im Camp der Schweizer weiss man nach acht Tagen Pause, wo die Stärken und Schwächen des Gegners liegen. Man habe die Zeit genutzt, «um den Gegner ganz genau zu analysieren. Sie sind technisch stark und haben eine hohe individuelle Klasse», sagt Yakin, ohne weiter ins Detail gehen zu wollen.

Gesprächiger zeigt sich Breel Embolo. Er kennt einige Spieler persönlich aus seiner Zeit in der Bundesliga und warnt: «Das sind Zocker, jeder kann eine Partie entscheiden. Wir dürfen sie nicht spielen lassen und müssen ihnen die Lust am Fussball nehmen. Sie leben von den Emotionen auf und neben dem Feld, darauf müssen wir gefasst sein. Wir haben zwar Respekt vor ihnen, können ihnen aber mit unseren Stärken wehtun.»

Die Chancen nutzen ...

Yakin will, dass sein Team von Anfang an bestrebt ist, das eigene Spiel durchzuziehen, mentale Stärke zeigt und die Effizienz aus den letzten beiden Spielen unter Beweis stellt. Man wolle nicht wie im Startspiel gegen Katar «ihren Goalie zum besten Spieler machen», fordert Yakin.

Während die Stärken Algeriens eher in der Offensive um die Stars Riyad Mahrez und Ibrahim Maza zu verorten sind, zeigte sie sich defensiv bislang nicht immer über alle Zweifel erhaben. Mehr als die sieben Gegentreffer Algeriens kassierte kein Team, das sich für die Sechzehntelfinals qualifizieren konnte.

... und Favoritenrolle annehmen

Kein Wunder, schiebt Petkovic die Favoritenrolle gekonnt von sich: «Die Schweiz steht etwas mehr unter Druck, sie haben öffentlich gesagt, dass sie weit kommen wollen. Wir haben mit der WM-Qualifikation und dem Weiterkommen schon zwei Ziele erreicht.»

Doch aus Schweizer Sicht ist klar: Will man nach dreimaligem Ausscheiden im WM-Achtelfinal in Folge erstmals überhaupt eine K.o.-Runde überstehen, muss man diese Bürde annehmen. Und mit Petkovic hätte die Nati ab dem Achtelfinal einen zusätzlichen Fan mehr auf ihrer Seite.

Livestream auf srf.ch/sport, 01.07.26, 23:30 Uhr

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