Dass ein argentinischer Schiedsrichter das WM-Viertelfinal von Turnierfavorit Frankreich gegen Marokko in Boston pfeift, wird im Lager der Mannschaft von Didier Deschamps entspannt gesehen.
«Ich konzentriere mich nicht darauf, wer der Schiedsrichter ist. Das haben wir noch nie gemacht. Wir konzentrieren uns auf Marokko und wollen das Spiel gewinnen», sagte Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano gegenüber L'Equipe vor dem Duell am Donnerstag (22:00 Uhr live auf SRF zwei).
Grosse Rivalität
Die Fifa hat für das erste Viertelfinal-Spiel dieser WM den argentinischen Referee Facundo Tello angesetzt, was in den französischen Medien mit ein wenig Verwunderung aufgenommen wurde. Zwischen Frankreich und Argentinien herrscht eine grosse Rivalität.
2022 gewann Argentinien den WM-Final gegen die «Équipe Tricolore» im Elfmeterschiessen, vier Jahre zuvor hatte Frankreich die Südamerikaner auf dem Weg zum Titel in einem denkwürdigen Achtelfinal (4:3) ausgeschaltet.
Ein Franzose pfiff Argentinien vs. Ägypten
«Wir dürfen nicht paranoid werden», ergänzte Ersatztorwart Robin Risser: «Wenn diese Schiedsrichter dabei sind, dann weil sie dem Niveau des Wettbewerbs gewachsen sind.» Frankreich kann erst im Final oder im Spiel um Platz drei auf Argentinien treffen.
Umgekehrt hatte der Franzose Francois Letexier das WM-Achtelfinal zwischen Argentinien und Ägypten (3:2) geleitet. Beschweren konnten sich die Argentinier hinterher nicht, vielmehr waren die Ägypter wegen einiger Entscheidungen aufgebracht.