Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

WM 2026: 1/16-Final BEL-SEN Belgien sitzt schon fast im Flieger – und dreht dann das Spiel

  • Belgien steht im WM-Achtelfinal, die «Roten Teufel» besiegen den Senegal mit 3:2 nach Verlängerung.
  • Die Belgier liegen bis zur 86. Minuten 0:2 hinten, gleichen aber noch aus.
  • Den siegbringenden Treffer in der Verlängerung erzielt Youri Tielemans in der 125. Minute mittels Penalty.

Bildlich gesprochen sassen die Belgier bereits im Flieger nach Hause. Die Mannschaft von Rudi Garcia hatte vor knapp 67'000 Zuschauern in Seattle 80 Minuten lang einen uninspirierten, enttäuschenden Auftritt gezeigt und lag gegen temporeiche, ballsichere Senegalesen verdient mit 0:2 hinten. Doch dann gelang den Belgiern eine wundersame Wende.

In der 86. Minute stellte der zur Pause eingewechselte Romelu Lukaku auf 1:2 und hauchte seinem Team wieder Leben ein. Drei Minuten später stand es 2:2. Youri Tielemans hatte von einem verunglückten Ausflug von Senegal-Goalie Mory Diaw profitiert und den Ball ins Tor geköpfelt.

So musste der Senegal, der gedanklich wohl schon in den Achtelfinals war, in die Verlängerung. Dort kam der eingewechselte Ibrahim Mbaye in der 109. Minute zu einer vorzüglichen Chance auf das 3:2. Doch der Joker verzog und ermöglichte Belgien das Happy End.

Tielemans wird gefoult – und versenkt den Penalty 8 Minuten später

In der 117. Minute traf Lamine Camara im Strafraum Tielemans vom Schiedsrichter unbemerkt am Fuss. Doch der VAR meldete sich und bat Said Martinez zum Bildschirm. Der Unparteiische aus Honduras sah sich die Szene lange an – und entschied auf Elfmeter. So trat Tielemans gut 8 Minuten nach dem Foul an ihm zum Penalty an und versenkte den Ball unhaltbar im Lattenkreuz.

Wenig später war die Partie aus und die Equipe um Kevin de Bruyne, welcher in der 56. Minute ausgewechselt worden war, lag sich in den Armen. Beim Senegal war die Enttäuschung natürlich gross. Die Westafrikaner standen mit eineinhalb Beinen bereits im Achtelfinal, sahen ihre Felle dann aber davonschwimmen.

Lange galt: Senegal beschwingt – Belgien enttäuschend

Senegal hatte die ersten 80 Minuten der Partie dominiert. In der 25. Minute traf Habib Diarra aus kurzer Distanz zum 1:0, nachdem der Ball vom Pfosten zurückgeprallt war. In der 51. Minute erhöhte die Thiaw-Equipe. Moussa Niakhaté spielte einen weiten Ball, den Ismaïla Sarr herrlich annahm und in die Maschen zimmerte.

Auch danach blieb eine belgische Reaktion vorerst aus. Es schien fast so, als würden sich die «Roten Teufel» ihrem Schicksal ergeben. Während dem «Hydration Break» nach 70 Minuten schien dann Garcia aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn Belgien wachte doch noch auf und verlängerte sein WM-Abenteuer in extremis.

So geht es weiter

Während der Senegal die Heimreise antreten muss, geht es für Belgien im Achtelfinal weiter. Der Gegner steht noch nicht fest, er heisst USA oder Bosnien-Herzegowina. Die Partie findet in der Nacht auf den 7. Juli ebenfalls in Seattle statt.

Übersicht

SRF zwei, sportliva, 1.7.26, 21:50 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel