Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

WM 2026: Achtelfinal FRA – MAR Nach Penalty-Fehlschuss: Mbappé erlöst Frankreich mit 20. WM-Goal

  • Frankreich löst in Boston dank einem hochverdienten 2:0-Erfolg gegen Marokko das WM-Halbfinal-Ticket.
  • Kylian Mbappé verschiesst einen Elfmeter (28.), erlöst seine Nation aber doch noch mit dem 1:0 (60.).
  • Die «Équipe Tricolore» steht zum 3. Mal in Folge in einem WM-Halbfinal – wo entweder Spanien oder Belgien wartet.

Im Gegensatz zum WM-Halbfinal von 2022 in Katar (2:0) war die Neuauflage des Duells zwischen Frankreich und Marokko im Boston-Stadion eine klare Angelegenheit. Vor 4 Jahren waren die Marokkaner mindestens ebenbürtig gewesen. Die erneute Begegnung im WM-Viertelfinal dominierten die Franzosen von Beginn weg – und liessen damit eigentlich nie Zweifel darüber aufkommen, wer in den Halbfinal einziehen wird.

Allerdings musste das Team von Didier Deschamps, der zum 25. Mal bei einer WM-Endrunde an der Seitenlinie stand, eine Stunde lang warten, ehe Superstar Kylian Mbappé die «Équipe Tricolore» erlöste. Mit einem Mbappé-typischen Schlenzer von der linken Seite mit dem stärkeren rechten Fuss bezwang er Goalie Bono sehenswert. Es war das 8. Turniertor des 27-Jährigen (gleich viele wie Lionel Messi) und sein insgesamt 20. WM-Treffer – womit er nur noch ein Goal hinter Rekordhalter Messi liegt.

Harmloses Marokko

Lediglich 6 Minuten später waren die Weichen endgültig auf einen französischen Sieg gestellt. Ousmane Dembélé lief über den halben Platz, zog leicht nach innen und traf per Flachschuss zum 2:0 (66.). Der ansonsten tadellose Bono war noch knapp dran, hat solche Schüsse aber sicher auch schon gehalten. Mit dieser Aktion war der Viertelfinal vorentschieden. Frankreich steuerte problemlos in Richtung 8. Pflichtspiel-Sieg in Folge.

Erst in der 83. Minute (!) wurde Frankreichs Keeper Mike Maignan nach einem Schuss von Azzedine Ounahi ein 1. Mal geprüft. Von Marokko kam über die gesamte Spieldauer hinweg in der Offensive viel zu wenig. Der Ausfall des künftigen Bayern-Spielers Ismaël Saibari wog schwerer als befürchtet.

Mbappé vergibt aus 11 Metern

Schon der 1. Durchgang hatte ganz «Les Bleus» gehört. Während sich die Franzosen Chance um Chance erspielten, konzentrierte sich Marokko primär auf die Defensivarbeit – und war damit beschäftigt genug. Nach nicht einmal 4 Minuten besassen Mbappé und Dayot Upamecano erste gute Chancen.

Der Höhepunkt von Halbzeit 1 ereignete sich in der 28. Minute, als sich Mbappé aus 11 Metern erstmals die grosse Möglichkeit bot, seinen 20. WM-Treffer zu erzielen. Zuvor war der Captain im Strafraum von Noussair Mazraoui gefällt worden. Es dauerte eine gewisse Zeit, bis Mbappé endlich anlaufen konnte – auch weil der Entscheid vom VAR noch gecheckt worden war. Als es dann soweit war, scheiterte Frankreichs Rekordtorschütze an Bono, der die richtige Ecke ahnte.

Der 35-jährige Keeper war mit grossem Abstand der beste Marokkaner auf dem Rasen. 7 Minuten nach dem gehaltenen Penalty parierte er auch einen gefährlichen Abschluss von Désiré Doué und kurz vor der Pause war er bei einem Lattenknaller von Lucas Digne noch mit den Fingern am Ball.

So geht's weiter

Frankreich bestreitet den Halbfinal am Dienstag um 21:00 Uhr Schweizer Zeit. Gegner im Dallas-Stadion ist entweder Spanien oder Belgien.

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 09.07.26, 21:35 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel