- Spanien gewinnt das iberische Duell mit Portugal in Dallas 1:0 und zieht in die WM-Viertelfinals ein.
- Der eingewechselte Mikel Merino erlöst den Europameister in der 91. Minute.
- In der Runde der letzten Acht warten die USA oder Belgien (01:50 Uhr, SRF zwei) auf die Spanier.
In Dallas hatten sich mit Anbruch der Nachspielzeit bereits alle auf eine Verlängerung eingestellt, als die spanischen Joker einen Geistesblitz hatten. Ferran Torres steckte perfekt zu Mikel Merino durch, der Diogo Costa mit einem präzisen Flachschuss bezwang. Portugal warf zwar alles nach vorne, der Kopfball von Bernardo Silva landete jedoch über dem spanischen Kasten. Und der Versuch von Joao Neves strich am Pfosten vorbei.
Ronaldos Karriere im Nationalteam zu Ende
Portugals Captain Cristiano Ronaldo nahm es konsterniert zur Kenntnis. Der Traum vom WM-Titel war für den 41-Jährigen ebenso beendet wie seine lange Karriere im Nationalteam. Dies hatte er am Tag vor dem Spiel angekündigt. Dreimal konnte sich der Superstar offensiv zeigen, seine Abschlüsse erfolgten jedoch aus ungünstigen Lagen.
Das Team des katalanischen Trainers Roberto Martinez muss sich vorwerfen lassen, zu passiv agiert zu haben. Richtig nahe an einem Treffer standen die Lusitaner eigentlich nur beim Lattenschuss kurz vor der Pause. Spaniens Verteidiger Pedro Porro lenkte einen Schuss von Nuno Mendes ans eigene Gebälk.
Fast schien es, als würden sich die Portugiesen mit einem möglichen Penaltyschiessen zufrieden geben. Beim Final in der Nations League vor einem Jahr hatte man die Spanier in der ultimativen Entscheidung bezwungen.
Spanien immer noch ohne Gegentor
Statt Portugal steht nun Spanien – erstmals seit 2010 wieder – im Viertelfinal. Die Mannschaft von Coach Luis de la Fuente spielte auch im 5. Spiel an diesem Turnier zu null. Der selten geprüfte Goalie Unai Simon baute damit seinen WM-Rekord aus. «La Roja» steht nun bei 35 Spielen ohne Niederlage. Damit hat man die Serie von 2007 bis 2009 egalisiert.
Der Sieg ging insgesamt in Ordnung. Die Spanier erspielten sich in der ersten halben Stunde ein Chancenplus. Weil Mikel Oyarzabal (8.) jedoch aus bester Position verzog und Lamine Yamal wenig gelang, entwickelte sich der Match zur erwartet engen Angelegenheit. Die Partie war geprägt vom gegenseitigen Respekt. Zähe Phasen mit wenig Tempo strapazierten die Geduld der Zuschauer. Der Geniestreich der beiden Einwechsel-Spieler bewahrte diese vor einer Fortsetzung der Partie.
So geht es weiter
Spanien trifft am Freitag im Viertelfinal in Los Angeles (21:00 Uhr, SRF zwei) auf den Sieger der Partie USA – Belgien. Im Halbfinal stünde eine Rückkehr nach Dallas an.