- Brasilien und Marokko trennen sich im Spitzenspiel der Gruppe C an der Fussball-WM 2026 mit 1:1.
- Ismael Saibari bringt die Nordafrikaner in der 21. Minute in Führung, Vinicius Junior gleicht elf Minuten später aus.
- Das zweite Spiel der Gruppe C zwischen Haiti und Schottland sehen Sie ab 3 Uhr live bei SRF.
Mit Brasilien vs. Marokko kam es rund 15 km ausserhalb von New York City zum ersten Aufeinandertreffen zweier Schwergewichte an dieser Weltmeisterschaft. Es war das Duell zwischen den Weltnummern 7 und 8, zwischen dem Rekordweltmeister und dem amtierenden Afrika-Cup-Sieger. Die Voraussetzungen für ein Spektakel waren also gegeben.
Und ein solches wurde auch geboten – zumindest in der ersten Hälfte. Die ersten zehn Minuten gehörten Marokko, das die «Seleçao» in deren Hälfte einschnüren und sich einige gefährliche Chancen herausspielen konnte. In der sechsten Minute sah etwa Neil El Aynaoui seinen aussichtsreichen Abschluss von der Strafraumgrenze geblockt.
Brasilien übernimmt Kontrolle – Marokko trifft
Spätestens mit Igor Thiagos Kopfballchance in der 14. Minute kam auch Brasilien im Spiel an. Just als das Team von Carlo Ancelotti das Zepter an sich gerissen hatte, schlug es in der 21. Minute jedoch hinter Alisson ein.
Die Marokkaner präsentierten ihr Umschaltspiel in Perfektion: Brahim Diaz spielte vom Mittelkreis aus einen Steilpass zwischen die Verteidiger Marquinhos und Gabriel Magalhaes, wo Ismael Saibari in die Tiefe sprintete und den aufgerückten Alisson mit einem spektakulären Lupfer überlistete.
Vinicius Junior erzielt den Ausgleich
Das 1:0 war zu diesem Zeitpunkt verdient. Doch Brasilien war in der Lage zu reagieren. Vinicius Junior erzielte in der 32. Minute mit einem fast ebenso sehenswerten Treffer den Ausgleich. Der Flügelspieler von Real Madrid tanzte auf der linken Seite El Aynaoui aus und schlenzte den Ball anschliessend herrlich ins rechte Eck.
In der Folge gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Eine gefährliche Chance verzeichnete Lucas Paqueta noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als er Yacine Bono mit einem Seitfallzieher testete.
Keine Tore in der zweiten Hälfte
Nach dem Seitenwechsel flachte das Spiel ab. Brasilien bestimmte über weite Strecken das Geschehen und schaffte es zeitweise, die Marokkaner über mehrere Minuten in deren Hälfte einzuschnüren. Gefährliche Chancen waren allerdings eine Seltenheit.
Erst in der Schlussphase nahm die Partie wieder Fahrt auf. Nach einem schnellen Konter geriet Raphinhas Direktschuss nach Vinicius-Vorlage in der 78. Minute zu zentral. Bono hatte daher leichtes Spiel. Wenig später war der Marokko-Schlussmann bereits wieder gefordert, als Issa Diop einen Rückpass zu kurz spielte und er den Ball gerade noch vor dem heranstürmenden Raphinha wegspedierte.
Den Schlusspunkt setzte dann aber Alisson. In der neunten Minute der Nachspielzeit parierte er einen platzierten Distanzschuss El Aynaouis spektakulär, auch den Nachschuss von Ayoube Amaimouni konnte er abwehren. Es war die letzte nennenswerte Aktion, bevor Schiedsrichter Zlatko Vincic die Partie beendete.
So geht es weiter
Die zweite Runde in der Gruppe C geht in der Nacht auf den nächsten Samstag Schweizer Zeit über die Bühne. Marokko misst sich ab Mitternacht mit Schottland, Brasilien trifft ab 2:30 Uhr auf Haiti.