- Frankreich gewinnt den Spitzenkampf gegen Norwegen in Boston mit 4:1 und schliesst die Gruppe I als Erster ab.
- Ousmane Dembélé überragt bei den Franzosen in der ersten Halbzeit mit einem Hattrick.
- Der Senegal besiegt den Irak in Toronto mit 5:0 und kommt als Gruppendritter weiter.
Die Qualifikation für die Sechzehntelfinals hatten Frankreich und Norwegen schon vor dem abschliessenden Duell auf sicher gehabt. Angesichts dieser Ausgangslage schüttelte Norwegens Trainer Stale Solbakken seine Startelf kräftig durch. Zehn neue Spieler – darunter auch Goalie Egil Selvik – kamen im Vergleich zum letzten Gruppenspiel neu zum Einsatz.
Didier Deschamps liess aus der Distanz hingegen seine Topstars auflaufen. Und diese enttäuschten nicht. Bereits nach 20 Sekunden klatschte ein Abschluss von Kylian Mbappé an die Latte. Es war der Startschuss einer eindrücklichen französischen Offensivwelle, bei der Ousmane Dembélé die tragende Rolle spielte:
- 7. Minute: Mit einem Steilpass von Mbappé wird Dembélé lanciert. Der Weltfussballer des Jahres 2025 lässt seine Gegenspieler mit einer Körpertäuschung aussteigen und trifft in die weite Ecke zum 1:0.
- 20. Minute: Die Distanz ist grösser, ansonsten gleicht Dembélés zweiter Treffer dem ersten: Wieder kommt die Vorlage von Mbappé, wieder schlägt sein Abschluss im weiten Eck ein.
- 32. Minute: Dembélé zum Dritten: Erneut zieht der PSG-Flügel von der Seite nach innen und trifft mit links zum 3:1.
Norwegen hatte der französischen Sturmphase nur wenig entgegenzusetzen. Und doch schafften es die Skandinavier ebenfalls auf die Anzeigetafel. Nur wenige Augenblicke nach dem 0:2 profitierte Thelo Aasgaard von einer französischen Verteidigung im Tiefschlaf und verkürzte.
Doué mit dem Schlusspunkt
Frankreich nahm nach der Pause deutlich Tempo raus und ermöglichte so Norwegen einige Chancen auf einen Anschlusstreffer. Die beste davon vergab Jörgen Strand Larsen in der 50. Minute, als sein schwach geschossener Penalty von Mike Maignan pariert wurde.
Für den Schlusspunkt war wiederum ein Franzose besorgt. Per Kopf stellte Désiré Doué in der Nachspielzeit auf 4:1 und sorgte damit für einen perfekten Abschluss einer perfekten Gruppenphase des Finalisten von 2022.
Senegal sichert Rang 3 – und 1/16-Final-Ticket
Im Parallelspiel zwischen dem Senegal und Irak ging es um Platz 3 und die Hoffnung, sich doch noch einen Platz in der K.o.-Phase zu sichern. Der Senegal stellte die Weichen dabei früh auf Sieg, Habib Diarra traf bereits in der 4. Minute zum 1:0. Und für die Westafrikaner kam es kurz darauf noch besser. Nach einer Notbremse von Rebin Sulaka spielte der Senegal ab der 13. Minute mit einem Mann mehr.
Einen Nutzen aus der Überzahl zog der Senegal aber erst nach der Pause. Ismaila Sarr (56.), der doppelte Pape Gueye (59./71.) mit zwei strammen Weitschüssen und Iliman Ndiaye (82.) sorgten für klare Verhältnisse. Für den Senegal ging dann das grosse Zittern los. Doch weil der Iran nicht über ein 1:1 gegen Ägypten hinauskam, stand die Qualifikation für die K.o.-Phase schliesslich fest. Drei Punkte und eine positive Tordifferenz (+2) genügten für den Platz unter den acht besten Gruppendritten. Der Irak muss hingegen wie schon bei der ersten WM-Teilnahme (1986) die Heimreise ohne Punkte antreten.
So geht's in den 1/16-Finals weiter
- 30. Juni, 19:00 Uhr, Dallas: Elfenbeinküste – Norwegen
- 30. Juni, 23:00 Uhr, New Jersey: Frankreich – Schweden
Wann der Senegal seinen Sechzehntelfinal bestreitet, steht erst nach den letzten Gruppenspielen am Sonntagmorgen Schweizer Zeit fest.