Die Schweizer Nati hat im letzten Vorrundenspiel bei der WM 2026 Co-Gastgeber Kanada in Vancouver mit 2:1 besiegt. Dank diesem erkämpften Vollerfolg schliesst Murat Yakins Team die Gruppe B auf dem 1. Rang ab – was eine längere Pause zur Folge hat. Die Schweiz bestreitet ihren Sechzehntelfinal am Donnerstag, 2. Juli um 20:00 Uhr (Freitag, 3. Juli, 5:00 Uhr Schweizer Zeit) erneut in Vancouver.
Wichtiger Gruppensieg
Weit vorausschauen wollten die Protagonisten nach Spielschluss ohnehin nicht. 1:0-Torschütze Ruben Vargas und Luca Jaquez zeigten sich sehr zufrieden damit, dass das grosse Ziel, Platz 1 in der Gruppe B, erreicht wurde. «Wir erwarteten ein schwieriges Auswärtsspiel bis zum Schluss», so Vargas. «Es ist sehr wichtig, dass wir den Gruppensieg holten und uns nun noch etwas erholen können.»
38 Sekunden waren im 2. Durchgang gespielt, da war der Flügelstürmer von Sevilla für den 1:0-Führungstreffer verantwortlich. «Manchmal bekommst du gleich in der 1. Minute deine Chance. Ich stand dort, wo ich Tore schiessen kann. Ich bin überglücklich, dass es geklappt hat.»
Yakins Plan mit Jaquez geht auf
Initiiert wurde das wichtige Vargas-Tor durch einen Steilpass von Jaquez auf Johan Manzambi – was genau so wenige Sekunden zuvor in der Kabine besprochen worden war, verriet Yakin. Der Nati-Coach hatte für den WM-Startelf-Debütanten, der auf der für ihn ungewohnten Rechtsverteidiger-Position aufgestellt war, lobende Worte übrig: «Jaquez hatte seine Position sofort gefunden.»
Der Abwehrspieler von Stuttgart selbst fand seinen Auftritt ebenfalls ganz in Ordnung. Er habe einen mehrheitlich guten Job gemacht – und das auf einer plötzlich ganz grossen Bühne. «Dank dem Team habe ich mich schnell zurechtgefunden. Wir haben es in der Schlussphase gut gemacht und letztlich verdient gewonnen.»
Manzambi weiter im Traummodus
Grosser Dank dafür gebührte einmal mehr Manzambi, der nicht nur das 1. Tor auflegte, sondern auch noch das 2:0 schoss und nach Spielende erneut zum «Man of the Match» gekürt wurde. «Es ist immer noch wie ein Traum», gab der Shootingstar im Interview zu. Wie fast die ganze Fussballschweiz gehofft hatte, durfte Manzambi gegen Kanada von Beginn an auflaufen. Was sagt der 20-jährige Genfer dazu? «Für mich ist es egal, ob ich beginne. Wenn ich auf dem Platz bin, dann gebe ich einfach alles.»
Am Schluss stand ein auch etwas erzitterter Sieg fest – auch «weil wir uns das Leben selbst etwas schwer machten», meinte Yakin. «Wir hatten etwas leichtsinnige Ballverluste. Aber wir sind ein stabiles Team und wissen auch, dass nun andere Gegner kommen.» Gegner, die auch so starke Goals wie das 1:2 Kanadas erzielen. «Ein brutal gut herausgespieltes Tor», so Goalie Gregor Kobel. Nun ist aber erstmals Pause angesagt.