Die Enttäuschung war Federico Valverde anzusehen. Nach dem blamablen 2:2 gegen Kap Verde im 2. WM-Spiel in Miami sass der Uruguay-Captain mit gesenktem Kopf in der Hocke. Es war ein weiterer frustrierender Auftritt der Südamerikaner, die bereits zum Turnierauftakt nur einen Punkt ergattert hatten (1:1 gegen Saudi-Arabien).
Die «Celeste» kann eigentlich auf Valverdes physischen Qualitäten und seinen wuchtigen Distanzschuss zählen. Doch der Mittelfeldmann (75 Länderspiele, 9 Tore), der nach 2022 seine zweite WM bestreitet, blieb bei seinen seltenen Abschlussversuchen bisher erfolglos.
Die beiden bisherigen Uruguay-Remis
«Eine gewaltige Herausforderung»
Valverde verkörpert derzeit die Leistungen des gesamten Nationalteams – und es ist keine Überraschung, dass dem Mittelfeld-Star bisher wenig gelang. Bei Real Madrid erlebte er eine schwache Saison, die titellos endete. Und für Valverde mit einem Schädel-Hirn-Trauma, nachdem er mit Teamkollege Aurélien Tchouaméni aneinandergeraten war.
Im letzten Spiel der Gruppe H geht es für Uruguay nun ausgerechnet gegen Spanien, sozusagen die zweite Heimat Valverdes. Um sicher in die K.o.-Phase einzuziehen, benötigt das Team von Trainer Marcelo Bielsa einen Sieg. Der 70-jährige Coach nennt dies «eine gewaltige Herausforderung für uns». Erst recht nach den zwei lethargischen und uninspirierten Auftritten beim diesjährigen Turnier. Für Valverde könnte es ein Befreiungsschlag nach zuletzt einigen Rückschlägen werden. Oder aber ein Debakel.
Spanien ist seinerseits nach dem furiosen 4:0-Sieg gegen Saudi-Arabien im Hoch. Trainer Luis de la Fuente hatte bereits angekündigt, dass Lamine Yamal nun für 90 Minuten fit sei.