- Die Schweizer Frauen-Nati gewinnt in der WM-Qualifikation in Lugano gegen Malta mit 6:1.
- Im 1. Spiel in der neuen AIL Arena haben die Schweizerinnen mit den Aussenseiterinnen keine Mühe.
- Damit sichert sich die Nati den Sieg in der Gruppe 2 der Liga B und verschafft sich eine gute Ausgangslage.
Am Freitagabend wurde der Schweizer Nati die Ehre zuteil, das neue Stadion in Lugano, die AIL Arena, einzuweihen. In der neuen Umgebung dauerte es dann nur 8 Minuten, bis es die 7526 Fans ein erstes Mal von den Sitzen riss. Sydney Schertenleib eroberte den Ball in der gegnerischen Platzhälfte, machte ein paar Schritte in Richtung Tor und lupfte die Kugel dann aus grosser Distanz über die chancenlose Malta-Torhüterin Maya Cachia hinweg ins Netz.
Mit dem optimalen Start im Rücken liessen es die Schweizerinnen dann kurzzeitig etwas ruhiger angehen – und wurden dafür prompt bestraft. Kailey Willis war in der 21. Minute für den Ausgleich besorgt. Die 23-Jährige traf mindestens so schön wie Schertenleib zuvor aus der Distanz zum 1:1. Livia Peng konnte dem Ball nur noch hinterherschauen.
Schnelle Reaktion
Vom Gegentor geweckt zeigte die Nati wieder, was sie draufhat. Nur 36 Sekunden nach Wiederanpfiff führte die Schweiz schon wieder. Seraina Piubel, die erstmals seit über einem Jahr wieder in der Startelf stand, profitierte davon, dass ihr Schuss von einer Gegenspielerin entscheidend abgelenkt wurde.
Noch vor der Pause sorgten die Schweizerinnen dann für klare Verhältnisse, um nicht noch einmal Spannung aufkommen zu lassen:
- 38. Minute: Ein Freistoss führt zum 3:1. Géraldine Reutelers Flanke landet punktgenau auf dem Fuss von Riola Xhemaili, die problemlos einschiebt.
- 40. Minute: Nächstes Standard-Tor. Ein Eckball von Captain Lia Wälti wird am ersten Pfosten verlängert und kommt zu Aurélie Csillag, die einköpfelt.
Klare Verhältnisse
Damit war die Partie im Tessin schon zum Seitenwechsel entschieden. Nach der Pause kam Schertenleib, die in der 1. Halbzeit oft hart angegangen worden war, nicht mehr auf den Platz. Sie wurde durch Lia Kamber ersetzt. An der Schweizer Dominanz änderte das wenig.
In der 53. Minute jubelte die Nati ein erstes Mal über das vermeintliche 5:1. Csillag schob den Ball nach Vorarbeit von Xhemaili ins Netz. Schiedsrichterin Kristina Georgieva hatte das Spiel aber schon unterbrochen, weil der Ball einer Malteserin an die Hand geflogen war. Den folgenden Penalty übernahm Xhemaili – scheiterte aber an Cachia.
Das 5:1 wurde aber nachgeholt. Reuteler traf nach einem groben Abwehr-Bock (70.). Damit war der Schweizer Torhunger noch nicht gestillt. Xhemaili verwertete einen Abpraller noch zu ihrem persönlichen Doppelpack und dem 6:1 (81.).
So geht's weiter
Am Dienstag bestreitet die Schweiz noch ihr letztes Spiel in der Gruppe 2. Auswärts geht's gegen Nordirland, das am Freitag in der Türkei mit 1:2 verlor. Der Gruppensieg ist der Nati nicht mehr zu nehmen, ganz nebenbei wurde damit auch der Aufstieg in der Nations League geschafft. In der WM-Qualifikation steht jedoch noch ein weiter Weg an.
Als Gruppensiegerin trifft die Schweiz in der ersten Runde der Playoffs auf ein zweit- oder drittplatziertes Team der Liga B. Die Auslosung dafür findet am 18. Juni statt, die Partien steigen dann zwischen dem 7. und 13. Oktober.