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EM-Vorbereitung in Magglingen «Besondere Aura»: Die U19 zwischen EM, Prüfungen und Nati-Träumen

Erstmals seit 2018 sind die U19-Frauen wieder an einer EM dabei. In Magglingen wird derzeit der Erfolg aufgegleist.

Es ist schon knapp 8 Jahre her, dass die Schweizer U19-Frauennati ihren letzten Auftritt an einer Europameisterschaft hatte. Damals, an jenem 24. Juli 2018 waren es zweimal Géraldine Reuteler und einmal Alisha Lehmann, die beim abschliessenden 3:1 in der Gruppenphase gegen Norwegen trafen – und damit erste Vorboten grosser Karrieren hervorriefen.

Nun ist es dem U19-Nationalteam erneut geglückt, das Ticket für eine EM zu lösen. Im Gegensatz zum Heimturnier 2018, bei dem man als Gastgeber automatisch qualifiziert war, diesmal auf sportlichem Wege. In einer «Finalissima» in Biel schlug man das grosse England 2:0. Ab dem 27. Juni kämpfen in Bosnien und Herzegowina acht Nationen in zwei Gruppen um den Titel. Die Schweiz trifft dabei auf Spanien, Österreich und Island.

Auch wenn wir die Schweiz sind: Wir sind mutig, wollen uns als grosses kleines Land präsentieren.
Autor: Emanuela Pfister Stürmerin U19-Nati

Schon seit dem 1. Juni haben sich die Nachwuchsspielerinnen zum neuntägigen Zusammenzug in Magglingen getroffen. Emanuela Pfister, Schweizer Top-Torjägerin in der EM-Quali und Doppeltorschützin gegen England, schwärmt: «Das Team passt megagut zusammen, wir haben von Anfang an gemerkt, dass wir viel bewegen können.»

Die Stürmerin mit Wurzeln in der Schweiz und Brasilien verzichtet auf vornehme Bescheidenheit: «Auch wenn wir die Schweiz sind: Wir sind mutig, wollen uns als grosses kleines Land präsentieren und gehen auf Vollattacke.» Für die einstige Mitbewohnerin von Sydney Schertenleib könnte die EM zum Sprungbrett für die A-Nati werden.

Ich bin überzeugt, dass Rafel Navarro von diesem Kader ganz schnell Spielerinnen aufbieten wird.
Autor: Veronica Maglia Trainerin U19-Nati

Dass Pfister und auch weitere Akteurinnen ihres Kaders dereinst den Sprung ins Fanionteam schaffen, bezweifelt Trainerin Veronica Maglia nicht: «Im aktuellen Team herrscht eine besondere Aura. Wir haben viel Talent in diesen beiden Jahrgängen. Ich bin überzeugt, dass Rafel Navarro von diesem Kader ganz schnell Spielerinnen aufbieten wird.»

Auf ein sportliches Ziel will sich Maglia nicht festlegen: «Wir sind abergläubisch, das nächste Spiel ist immer das wichtigste. Alles andere zählt nicht.» Für die Zukunft ihrer Equipe betont die Cheftrainerin die Wichtigkeit eines solchen grossen Turniers: «Das ist eine Erfahrung, die einer Karriere viel Schwung mitgeben kann. Das wirkt sich aufs Selbstvertrauen aus, mit dem Umgang mit Druck.»

Vor der EM die Abschlussprüfungen

Für die Talente sind es spannende Tage am «End der Welt» oberhalb des Bielersees. Viele müssen sich zwischen Vorbereitungscamp und EM-Start noch mit Abschlussprüfungen befassen. So auch Lia Ammann, die St. Gallerin macht parallel die Ausbildung zur Schreinerin. Sie will sich kurz vor der Abreise nach Bosnien und Herzegowina mit den U16-Jungs des FCSG fithalten.

Übrigens: 2018 scheiterte die Schweiz trotz des Siegs über Norwegen in der Gruppenphase. Diesmal soll es für Pfister, Ammann und Co. noch einen Schritt weiter gehen – um schon bald in die Fussstapfen von Vorbildern wie Reuteler oder Lehmann zu treten.

SRF zwei, Sportflash, 4.6.26, 20 Uhr ; 

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