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60 Jahre «Wembley-Tor» Englands WM-Sternstunde – auch dank einem Schweizer

Am 30. Juli 1966 feierte England den bislang einzigen WM-Titel – auch dank eines legendären und hochumstrittenen Tores.

Die Heim-Weltmeisterschaft vor 60 Jahren bescherte England den bisher einzigen Titel – und zwar mit dem wohl berühmtesten Finaltor der Geschichte. England gewann das WM-Endspiel in London gegen Deutschland mit 4:2 nach Verlängerung, das vorentscheidende 3:2 von Geoff Hurst war das sogenannte «Wembley-Tor».

Bis heute wird gestritten, ob der Schuss des Engländers von der Latten-Unterkante kommend auf oder hinter der Torlinie aufsprang. In der 101. Minute herrschte zunächst grosses Rätselraten, dann wurde der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst vom sowjetischen Linienrichter Tofik Bachramow überzeugt, dass der Ball drin gewesen sei.

Nur wegen Jubel der Engländer?

«Er sagte zu mir: ‹The ball is behind the line› und deutete mit der Fahne Richtung Mittellinie. Da war es für mich klar», erzählte Dienst später.

Dabei hatte Bachramow nur bemerkt, wie die Engländer jubelten, gab er im Nachhinein zu. «Ich sah auch, dass der deutsche Tormann einen untröstlichen Eindruck machte. Deshalb muss es ein Tor gewesen sein.»

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