Barnetta: «Die kleinen Dinge machen mich glücklich»

Im Gespräch mit dem St. Galler Tagblatt äussert sich Tranquillo Barnetta zur Nati, dem FCSG und seinem MLS-Engagement in Philadelphia. Und der 75-fache Internationale wagt einen Blick voraus.

Barnetta bejubelt mit geballter Faust ein Tor, gefolgt von einem Teamkollegen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Angekommen Barnetta (l.) konnte im September seinen ersten MLS-Treffer für die Philadelphia Union bejubeln. Imago

  • Grösste Freude: «Die 75 Länderspiele für die Schweiz machen mich stolz.»
  • Grösstes Manko: «Meiner Karriere fehlen die Titel.»
  • Grösste Neuerung: «Erstmals nehme ich eine wirkliche Leaderrolle ein.»

Mit 17 Jahren bereits Junioren-Europameister und Stammspieler bei St. Gallen - und mit 30 beim MLS-Klub Philadelphia Union schon quasi im Vorruhestand? Eine solche Sichtweise lehnt Barnetta entschieden ab.

Zwar gibt er zu: «Meine Regenerationszeit wird länger.» Mit seiner Erfahrung gilt er aber als Teamleader und ist sicher: «Ausser Basel hätten wir in der Schweiz kein Team zu fürchten.»

«  In Philadelphia machen mich die ganz kleinen Dinge happy: Täglich die Mitspieler zu sehen, das Neue, das ich erleben darf, die Erfahrungen. »

Barnetta über die Gegenwart

«Die Nati steht für mich nicht im Vordergrund», weist er allfällige Comeback-Gelüste von sich. Das Interesse des FC. St. Gallen hingegen schmeichelt ihm. Den Zeitpunkt für eine Rückkehr sieht er aber als «noch nicht» gekommen.

In 10 Jahren sieht sich der Ostschweizer jedoch nicht mehr im Fussball-Business: «Ich werde nicht Trainer oder Spielerberater. Ich will etwas anderes machen.»

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Barnettas letzter Nati-Treffer (1:0 gegen Island am 16.10.2012)

1:09 min, vom 17.10.2012