Dass es gegen den amtierenden Meister schwierig werden könnte, hatte sich für den BVB schon vor dem Spiel angedeutet. Kurzfristig hatte sich beinahe die komplette Abwehr wegen einer Grippeerkrankung abmelden müssen.
So feierten der 18-jährige Almugera Kabar und der 21-jährige Yannik Lührs ihr Startelf-Debüt. Zusammengezählt waren die beiden zuvor auf 82 Bundesliga-Minuten gekommen. Rechtsverteidiger Julian Ryerson musste in die Innenverteidigung rücken.
Blitzstart überfordert BVB-Defensive
Leverkusen, bei dem Nati-Captain Granit Xhaka nach Sprunggelenk-Problemen rechtzeitig fit geworden war, war bestrebt, die Unerfahrenheit der ersatzgeschwächten BVB-Defensive sofort auszunutzen. Und das gelang beeindruckend: Schon nach 26 Sekunden traf Nathan Tella zum 1:0, Patrik Schick erhöhte nach mustergültiger Vorarbeit von Piero Hincapie nach 8 Minuten.
Wirtz und der Kölner Stau
Auch der schnelle Anschlusstreffer von Jamie Gittens mittels feinem Lupfer (12.) sorgte für keine Entspannung, nach 19 Minuten war BVB-Keeper Gregor Kobel mit dem 3. Bayer-Torschuss zum 3. Mal geschlagen, erneut hatte Schick aus kurzer Distanz getroffen.
Die Bayer-Welle rollte – obwohl auch Xabi Alonso auf einen Topspieler verzichtete: Florian Wirtz stand nicht in der Startaufstellung. Nach dem Spiel klärte Alonso die vermeintliche Strafaktion auf: Wirtz war wegen eines Staus in Köln verspätet zur Mannschaftsbesprechung erschienen. Er stelle aber keine Spieler auf, die er nicht exakt taktisch eingewiesen habe, so Alonso, der Wirtz dann nach 63 Minuten einwechselte.
Freitagsserie gerissen
Trotz des frühen 1:3 liess sich Dortmund nicht hängen, hatte in der Folge mehr vom Spiel und schaffte dank Serhou Guirassy mittels Penalty (79.) noch einmal den Anschluss. Doch zu mehr reichte es dem Heimteam nicht mehr.
Während es der BVB verpasste, zum 40. Mal in Folge in einem Heimspiel am Freitag unbesiegt zu bleiben, feierte Leverkusen den sechsten Liga-Erfolg in Serie. Damit verkürzt Bayer den Rückstand auf Leader Bayern München vorerst auf einen Punkt.