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Internationale Ligen Balotelli unter Antisemitismus-Verdacht

Liverpool-Stürmer Mario Balotelli sorgt erneut für Unruhe. Der Italiener postete einen mutmasslich antisemitischen Kommentar auf seiner Instagram-Seite. Der englische Verband FA dürfte ein Verfahren eröffnen.

Mario Balotelli
Legende: Mario Balotelli Der Liverpool-Stürmer sorgt erneut für Aufregung. Imago
Die Computerfigur Super Mario.
Legende: «Sei wie Mario» Balotellis später gelöschter Instagram-Post. telegraph.co.uk

Balotelli, der den Übernamen «Super Mario» trägt, lud auf seiner Instagram-Seite ein Bild der Computerspiel-Figur Super Mario hoch und schrieb dazu: «Er springt wie ein Schwarzer und greift nach Münzen wie ein Jude.» Vertreter jüdischer Organisationen äusserten sich empört.

Wenig später löschte Balotelli den Eintrag wieder, am Dienstag postete er auf Twitter eine Entschuldigung. Er habe ein «humoristisches, antirassistisches Posting» machen wollen, das offenbar missverstanden worden sei. Dennoch droht dem 24-Jährigen ein Verfahren und eine Sperre von bis zu 5 Spielen.

Dave Whelan
Legende: Dave Whelan Besitzer von Wigan Athletic. Reuters

Schon der zweite Fall

Es ist der zweite Fall von Judenfeindlichkeit in der englischen Liga binnen weniger Tage. Am vergangenen Donnerstag hatte die FA Anklage gegen Dave Whelan erhoben, den Besitzer des Zweitligisten Wigan.

Whelan hatte gegenüber der Zeitung Guardian gesagt, er glaube, dass «Juden mehr hinter dem Geld her sind als andere Menschen».

19 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Wer sich in der Welt der Ethnien etwas auskennt, weiss dass viele Schwarze dazu tendieren, antisemitisch zu sein. Das rührt vorallem auch daher, weil man den Juden den transatlantischen Sklavenhandel anhängt und die 'Finanzjuden' als Unterdrücker sieht, die dafür hauptverantwortlich sein sollen, dass es den Schwarzen nicht besser geht. Ironischerweise solidarisieren sich viele Schwarze mit den Moslems, obwohl Afrika nichts schlimmer mitgespielt hat als der arabisch-islamische Sklavenhandel.
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Ich habe heute Morgen mit meiner schwarzen Ehefrau diskutiert, obigen Fall.. sie hat nur geschmunzelt, meinte selbst untereinander benennen sie sich mit dem "K" - Wort, aber wenn ein Andersfarbiger das tut ist es Rassismus.. und da der Sportler ja selber juedisches Blut haben soll.. also was solls.. man kann nicht ueber alles sofort "betupft" sein.. aber grosszuegiges Denken ist in engen Verhaeltnissen halt nicht moeglich.. Uebrigens, danke fuer den historischen Ueberblick!
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  • Kommentar von Beat Kunz, Sursee
    Fun Fact: Seine Mutter ist jüdischer Abstammung...
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    1. Antwort von Markus F., ZH
      Das heisst (mal abgesehen davon dass er adoptiert wurde) ist er sogar selbst auch Jude ;). Wird ja durch die Mutter weitergegeben.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Oder auch so kann man es sehen... es jault der Hund den der Stein trifft...!
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    1. Antwort von Remo Nydegger, Zürich
      Vorneweg: Ich bin kein Jude, liebe schwarzen Humor und bin gegen political correctness: trotzdem ist das jahrtausendalte (!) Cliché des geldgeilen Judens gefährlich und verwerflich, v.a. im Kontext der sonstigen Bilder, die man dieser Religionsgruppe gerne an den Kopf wirft. Was sie hier zu verniedlichen und verharmlosen versuchen ist übelster Rassismus in seiner Reinform!
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    2. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Ich bin geizig wie ein Schotte, (bin aber keiner) ich bin auch kein Jude, buecke mich aber auch wegen einigen cents! und ich habe eine schwarze Partnerin und bin trotzdem ein Rassist... Mensch, ich habe juedische Freunde die machen ueber sich selber Witze, da ist der Poster oben ein Klaks dagegen. Mach Dein Denken etwas toleranter, weiter! HILFT!
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