Zum Inhalt springen
Inhalt

Internationale Ligen Barcelona zittert: Verfälscht Malaga das Meisterrennen?

Der FC Barcelona ist im Titelkampf auf Schützenhilfe angewiesen. Doch genau dort orten die Katalanen nun ein Problem. Grund sind Aussagen des Präsidenten von Malaga.

Barcelona-Coach Luis Enrique.
Legende: Traut Malaga nicht Barcelona-Coach Luis Enrique. Keystone

Die Rechnung ist einfach: Gewinnt Real Madrid von den letzten 5 Saisonspielen mindestens deren 4 und holt dazu noch einen Punkt, sind die «Königlichen» Meister. Das Restprogramm scheint machbar (siehe Tabelle unten).

Legende: Video Messis 500. Tor zum Clasico-Sieg abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.04.2017.

Gut möglich also, dass die Entscheidung in der letzten Runde fällt. Real gastiert dann bei Malaga. Ausgerechnet dort, wo Barcelona vor wenigen Wochen 0:2 verlor und scheinbar aus dem Meisterrennen ausschied.

Scheich Al-Thani löst Sturm der Entrüstung aus

Der Titelkampf wurde mit dem Sieg von Barça im «Clasico» am Sonntag nun aber sportlich neu lanciert. Und jetzt geht es auch abseits des Rasens hoch zu und her. Denn Malaga-Präsident Abdullah Al-Thani liess am Mittwoch via Twitter verlauten: «Barcelona kann sich den Titel abschminken.»

Der Tweet, über den Spanien heiss diskutiert

In Barcelona traut man den Andalusiern nicht mehr. Am Donnerstag gaben die Katalanen bekannt, man werde Malaga bei der Liga anzeigen.

Wenn meine Grossmutter Räder hätte, wäre sie ein Fahrrad.
Autor: Barça-Coach Luis Enriqueauf die Frage, ob er Malaga vertraue

Die katalanischen Sportmedien witterten schon vor Al-Thanis Aussage eine Verschwörung. Denn Trainer von Malaga ist ein gewisser José Miguel Gonzalez, kurz Michel. Als Spieler war dieser eine Real-Legende.

Michel Gonzalez.
Legende: Aus Spass wurde Ernst Michel Gonzalez. Imago

Michel kennt sich aus mit Finalissimas

Er erlebte als Aktiver, wie Real mit zwei Niederlagen auf Teneriffa in der letzten Runde den Titel an Barcelona verlor (Saisons 1991/92 und 1992/93). Trainer bei Teneriffa war damals Jorge Valdano, seinerseits ein langjähriger Real-Spieler.

Kürzlich liess sich Michel so zitieren: «Ich bin doch der etwas grössere ‹Madridista› als Valdano.» Er präzisierte zwar, seine Spieler würden auch gegen Real alles geben. Al-Thanis Rückendeckung, er lasse die Kritik an seinem Coach so nicht stehen, kam aber zu spät. Der Schaden war schon angerichtet.

Das Restprogramm von Real Madrid und Barcelona


RealBarça
35. Runde
Valencia (h)
Espanyol (a)
36. RundeGranada (a)
Villarreal (h)
37. RundeSevilla (h)Las Palmas (a)
38. Runde (20./21. Mai)
Malaga (a)
Eibar (h)
21. Runde (17. Mai)
Celta Vigo (a)

Sendebezug: Radio SRF 3, 24.4.17, Morgenbulletin

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jens Mueller (Jens Mueller)
    Ich denke egal was Malaga macht die schwierigere Gegner sind Valencia und Sevilla und bei denen muss Real aufpassen nicht zu verlieren. Vor allem Sevilla ist immer zur einer Überraschung gut. Aber trotzdem war die Aktion des Malaga coaches sehr unsportlich und er sollte suspendiert werden für das Spiel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Niederhauser (YB4Ever)
    Real bzw papa Perez werden genug Geld schmieren, keine Frage. Im Notfall hilft dann der Schiri auch noch aus. Unmöglich für Barca, noch meister zu werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Jonas Ammann (jonas.ammann)
      @ Niederhauser: Im Notfall hilft dann der Schiri auch noch aus? Und sonst wird Real automatisch nicht Meister? Ist es wirklich so simpel? Für Sie vielleicht. Wenn wir schon vom "schmieren" reden: Wieviel Geld floss von Barcelona an den Schiedsrichter, als im Achtelfinal gegen PSG Barcelona in der Nachspielzeit einen Penalty erhielt, der 100 % keiner war? Schauen Sie sich die Wiederholung an: Suarez lässt sich fallen, ohne berührt worden zu sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Samuel Niederhauser (YB4Ever)
      Dass Barca Glück hatte in der CL ist keine Frage. Grundsätzlich häufen sich die Pro Real entscheide in den letzten Jahren enorm. Knappe Siege in der Liga werden oft durch Offsidetore entschieden, klare rote Karten werden nicht gegeben, die Sperren sind deutlich kürzer als in vergleichbaren Fällen.. Klar, Fehlentscheide gehören zum Fussball. Aber nicht immer zugunsten eines Teams. Übrigens wurde Kassai nach dem Spiel im Stammlokal der Realbosse gesichtet. Speziell...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Noah Hug (hüggler)
      @Amman: Es ist schon witzig wie sie Barcelona wegen EINER einzigen Fehlentscheidung des Schiedsrichters gleich Geldschmierereien vorwerfen. Ich denke das kann jedem Schiedrichter passieren, vor allem wenn man bedenkt, dass er in einem Stadion stand, dass mit 100'000 Barça-Fans gefüllt war und er ohne Videobeweis direkt handeln musste. Ich würde mir da eher Gedanken machen wie Real in den Halbfinal eingezogen ist: da waren es 4(!) spielentscheidende Fehlentscheidungen gegen die Bayern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Jonas Ammann (jonas.ammann)
      @ Hug: (1) Im Hinspiel wurde den Bayern ein Elfmeter gewährt, der keiner war. Der Real-Spieler wurde an der Schulter getroffen, und nicht an der Hand! (2) Im Rückspiel steht Casemiro mit seinem Fuss zu einem grossen Teil VOR Robbens Fuss und nicht direkt darauf. Ein 100%-iger Penalty ist das ganz sicher nicht! (3) Vidal hätte bereits in der 48. Minute vom Platz gestellt werden müssen. (4) Lewandowski stand bei der Brustweitergabe von Müller im Abseits. Das alles haben Sie verschwiegen!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Noah Hug (hüggler)
      @Ammann: Das sind doch eher alternative Fakten nicht? ;)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Jonas Ammann (jonas.ammann)
      @ Hug: Es überrascht mich nicht, dass Ihnen diese Fakten nicht gefallen ;-)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von Paolo Di Canio (Paolo Di Canio)
      Ich finde es auch übertrieben von "schmieren" zu reden bei diesem Spiel Barca - PSG. Klar war es eine Fehlentscheidung dieser Penalty am Schluss, jedoch hatte es PSG aus meiner Sicht definitiv selber verspielt, denke da an die fahrlässig vergebenen Chancen von Cavani&Di Maria! Auch das allgemeine Auftreten war zu passiv! Juve hat dass definitiv besser angestellt und man hat auch gesehen was dann schlussentlich rausgekommen ist, das verdiente weiterkommen der Juve.. Sackstarche Leistung!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen