- Roberto Mancini wird zum 2. Mal – nach seiner Amtszeit von 2018 bis 2023 – Trainer von Italien.
- Der 61-Jährige bestreitet seine Premiere am 25. September in der Nations League gegen Belgien.
Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer für Italien hat nach langem Hin und Her ein Ende gefunden. Ex-Trainer Roberto Mancini, der die «Squadra Azzurra» von 2018 bis 2023 betreut und 2021 zum EM-Titel geführt hatte, kehrt zurück. Der 61-Jährige tritt die Nachfolge von Gennaro Gattuso an, der nach der erneut verpassten WM-Qualifikation zurücktreten musste.
Als Spieler stand Mancini in den 1980er- und 1990er-Jahren bei Bologna, Sampdoria Genua und Lazio Rom im Sturm auf dem Platz. 6 Mal holte er den italienischen Pokal, zweimal die Meisterschaft, zweimal gewann er den Europapokal der Pokalsieger. Später beendete er in England bei Leicester City seine Karriere. Als Vereinscoach holte Mancini mit Inter Mailand und Manchester City nationale Meisterschaften.
Das Chaos hat ein Ende
Die Ernennung eines neuen Trainers hatte sich in den vergangenen Tagen zum Chaos entwickelt. Zunächst sagten die Wunschkandidaten Pep Guardiola und Carlo Ancelotti ab. Dann gab es Streit um die Zweitlösung, den einstigen Weltklassespieler Andrea Pirlo. Wegen zu enger Kontakte nach Russland kam für ihn am Wochenende das Aus.
Der 4-fache Weltmeister Italien hatte im Frühjahr zum 3. Mal nacheinander die WM verpasst. Mancini soll die Mannschaft jetzt zurück zu alter Grösse führen.
Sein Ruf in der Heimat leidet aber bis heute darunter, dass er sich 2023 trotz noch bestehenden Vertrages nach Saudi-Arabien verabschiedete – mit mässigem Erfolg. Als saudischer Nationalcoach blieb er lediglich 14 Monate (18 Spiele, 7 Siege) im Amt. Zuletzt stand Mancini von November 2025 bis Juni 2026 beim katarischen Klub Al-Sadd unter Vertrag. Dort verabschiedete er sich mit einem Meistertitel.
Ranieri ebenfalls am Start
Neben Mancini soll auch der frühere Vereinstrainer Claudio Ranieri beim Neuaufbau helfen. Der einstige Meistertrainer des englischen Premier-League-Klubs Leicester City, der bis 2025 bei der AS Roma verantwortlich war, übernimmt die Position des Sportdirektors. Ranieri folgt auf Paolo Maldini, der das Amt nur wenige Tage ausgeübt hatte.