Farce bei Funktionärswahl in Argentinien

Die Wahl des neuen Präsidenten des argentinischen Fussballverbandes AFA wurde aus einem nicht alltäglichen Grund für ungültig erklärt. Bei der Abstimmung wurden 76 Stimmzettel für die nur 75 zur Wahl zugelassenen Vereine abgegeben.

Luis Segura blickt böse Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Einer der Kandidaten Interimspräsident Luis Segura. Imago

Um die Nachfolge des 2014 verstorbenen langjährigen Präsidenten Julio Grondona bewerben sich Interimspräsident Luis Segura und der TV-Moderator Marcelo Tinelli, Vizepräsident des Erstligisten San Lorenzo.

Die Auszählung ergab jeweils 38 Stimmen sowohl für Interimspräsident Luis Segura als auch den populären TV-Moderatoren Marcelo Tinelli. Allerdings durften lediglich 75 Funktionäre ihr Votum abgeben.

Beobachter halten eine Verfälschung der Wahl durch Seilschaften aus der 35 Jahre langen Grondona-Ära für durchaus denkbar. Einer neuer Wahltermin wird in den kommenden Tagen festgelegt.