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Internationale Ligen Nicht nur YB: 4 weitere magische Schweizer Europacup-Abende

Das «Wunder von Bern 2.0»: YB kegelte am Mittwoch Schachtar Donezk in extremis aus der CL-Qualifikation. Wir haben 4 weitere wundersame Wenden in Rückspielen von Schweizer Klubs auf der europäischen Bühne zusammengestellt.

  • 1. 1978, GC – Real Madrid: 2:0 nach 1:3-Hinspielniederlage

    GC im Hardturm
    Legende: GC im Hardturm Die siegreiche Truppe um Raimondo Ponte (hinten links). Keystone

    Wer nach dem Achtelfinal-Hinspiel in Madrid noch auf die Grasshoppers gewettet hatte, fuhr zwei Wochen später wohl mit einem Ferrari durch die Gegend. Das favorisierte Real hatte das Meistercup-Duell mit GC nämlich zu Hause mit einem 3:1-Sieg scheinbar entschieden. Der einzige Schweizer Torschütze Claudio Sulser avancierte dann im Hardturm zum Helden: Mit zwei weiteren Treffern zum 2:0-Sieg besiegelte er das Weiterkommen der «Grashüpfer». Der Tessiner krönte sich Ende Saison mit elf Treffern gar zum Torschützenkönig des Meistercups.

  • 2. 1978, GC – Frankfurt: 1:0 nach 2:3-Hinspielniederlage

    Mit einem fragwürdigen Penalty schoss Raimondo Ponte die «Hoppers» im Viertelfinal-Rückspiel gegen die Eintracht zum 1:0-Sieg – die Szene, die zum Elfmeter geführt hatte, passierte wohl ausserhalb des Strafraums. Im Frankfurter Waldstadion hatte GC zwei Wochen zuvor 2:0 geführt, ehe die Gastgeber um die Weltmeister Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski in der letzten halben Stunde die Partie noch drehten. Die Auswärtstore entschieden am Ende zugunsten des Rekordmeisters.

  • 3. 2000, St. Gallen – Chelsea: 2:0 nach 0:1-Hinspielniederlage

    Nach einer erwarteten 0:1-Niederlage an der Stamford Bridge genoss der FC St. Gallen im Rückspiel gegen Chelsea wenig Kredit. Doch bereits nach 19 Minuten hatte der damalige Schweizer Meister den Rückstand aus dem Hinspiel wettgemacht. Und nicht nur das: Nur 15 Minuten später erhöhte Publikumsliebling Charles Amoah auf 2:0 – ein Skore, das die Espen im ausverkauften Hardturm bis zum Schluss zu halten vermochten und damit für die grosse Sensation sorgten.

  • 4. 2016, Basel – Saint-Etienne: 2:1 nach 2:3-Hinspielniederlage

    Nach der 2:3-Hinspielniederlage in Frankreich benötigte der FC Basel zu Hause einen Sieg, um die Europa-League-Achtelfinals noch zu erreichen. Mit einem Traum-Freistoss brachte Luca Zuffi die «Bebbi» bereits nach einer Viertelstunde auf Kurs. Alles sprach für ein Weiterkommen des FCB, ehe Saint-Etienne-Captain Moustapha Sall in der 90. Minute der Ausgleich gelang. Doch die Basler steckten nicht auf und Zuffi konnte im direkten Gegenzug das siegbringende 2:1 markieren.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Die Auswahl ist zu beschränkt - insbesondere bleibt mir auch weiterhin der Heimsieg von YB gegen Real (1:0) nach dem letzten Meistertitel gut in Erinnerung - genauso wie das spätere Aus in Madrid nach beherztem Kampf wie Gestern...
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