Premier League führt Hawk-Eye ein

Die englische Premier League führt in der kommenden Saison als erste europäische Liga die Torlinientechnik ein. Das aus dem Tennis bekannte Hawk-Eye-System erhielt den Zuschlag.

Der Schiedsrichter erhält ein Signal, wenn der Ball die Torlinie überquert hat. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keine Zweifel mehr Der Schiedsrichter erhält ein Signal, wenn der Ball die Torlinie überquert hat. Keystone

Bei einer Sitzung der 20 Klubchefs wurde die Einführung des Hawk-Eye beschlossen. Das System wird schon seit mehreren Jahren im Tennis und Cricket eingesetzt. Dort zeigt eine Grafik auf, ob der Ball eine Linie berührt hat oder nicht.

Tor-Signal an den Schiedsrichter

Im Fussball werden mehrere Hochgeschwindigkeits-Kameras künftig das Spielgeschehen aus verschiedenen Winkeln des Stadions aufzeichnen. Ein Computer berechnet die exakte Position des Balles und sendet ein Signal an den Schiedsrichter, wenn der Ball die Torlinie überschritten hat. Die Kosten belaufen sich angeblich auf mehrere Hunderttausend Euro pro Arena.

Kein Einsatz in Champions und Europa League

In den UEFA-Wettbewerben wird die Technik allerdings nicht zum Einsatz kommen. Präsident Michel Platini ist ein erklärter Gegner von Torkameras. Stattdessen stehen in Champions- und Europa-League zwei zusätzliche Schiedsrichter-Assistenten neben den Toren, um den Referee bei strittigen Fällen zu unterstützen.