Zum Inhalt springen

Header

Video
«Brechen die Uefa-Wettbewerbe zusammen, platzt auch der Schweizer Traum»
Aus Sport-Clip vom 19.04.2021.
abspielen
Inhalt

Sorgen bei der Schweizer Liga Schäfer über ausbleibende Zahlungen und Drohkulissen

SFL-CEO Claudius Schäfer spricht über die möglichen Auswirkungen einer Superliga für Grossklubs.

«Es macht einen sprachlos», konstatiert Claudius Schäfer. Für den Chef der Swiss Football League sind die Pläne der 12 europäischen Spitzenklubs für eine European Super League unverständlich. «Unsere Werte, die wir einer jungen Generation vorleben wollen, rücken mit solch einem Produkt in weite Ferne.»

Auch wenn der Vorstoss der Grossklubs für Schäfer «etwas überraschend» komme, sei er auf jeden Fall ernst zu nehmen. «Sollten tatsächlich Teams aus nationalen Ligen ausgeschlossen und Spieler von der EM ausgeschlossen werden, wird das lange Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen.»

Video
Schäfer: «Man will nicht die grössten 6 Teams in der nationalen Liga verlieren»
Aus Sport-Clip vom 19.04.2021.
abspielen

Keine Zahlungen und keine Träume für die Schweizer Klubs

Auch der Schweizer Fussball wäre von den Umstürzen betroffen. «Wenn die Uefa-Wettbewerbe plötzlich zusammenbrechen würden, ist der Traum der Schweizer Klubs, da mitzuspielen, weg», so Schäfer. Zudem würden Solidaritätszahlungen der Uefa, die in den Schweizer Nachwuchs investiert werden, ausfallen. «In Corona-Zeiten ist das natürlich ein grosses Problem.»

Diese Pläne entrücken den Fussball vom Fan. Die meisten Fans wollen das nicht.
Autor: Claudius SchäferSFL-CEO

Die Gründe, wieso sich die Topklubs zu diesem Schritt entschlossen haben, liegen für Schäfer auf der Hand: «Diese Klubs sind teilweise unglaublich hoch verschuldet. Deshalb ist diese Liga für sie natürlich attraktiv, wenn sie wie man hört dreieinhalb Milliarden an Startgage erhalten.»

Video
Schäfer: «Schulden auftürmen und wahnsinnige Saläre zahlen – das beisst sich»
Aus Sport-Clip vom 19.04.2021.
abspielen

Alles nur eine Drohkulisse?

Die Zukunft des europäischen Fussballs sei nun offen. «Für unsere Klubs bedeutet die Situation einfach noch mehr Unsicherheit», meint Schäfer. Ob die Super League überhaupt zustande kommt, weiss er nicht. «Es könnte natürlich auch einfach eine weitere Drohkulisse der Grossklubs sein, um ein noch grösseres Stück vom Kuchen abzubekommen.»

Klar ist für Schäfer: «Diese Pläne entrücken den Fussball vom Fan. Die meisten Fans wollen das nicht.» Die grossen Klubs seien grösstenteils in Händen von chinesischen und amerikanischen Fonds-Gesellschaften. «Es geht in eine Richtung, wo man nicht mehr weiss, ob das noch nachhaltig ist.»

SRF zwei, «Super League Goool», 18.04.2021, 18:05 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Danny Kinda  (Kinda)
    Und urplötzlich stehen die halb kriminellen gemeinnützigen Unternehmen UEFA und FIFA als Saubermänner/ Frauen da. Jahrelang haben sie den Fussball mit immer mehr unnötigen Cups ausgehöhlt. Schmiergeld ist geflossen. Leute wurden verhaftet und nun machen die tatsächlich auf Emphört.
    1. Antwort von Kevin Müller  (dezentral)
      Auf den Punkt getroffen, danke.
  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Horrorszenarien wie den "Zusammenbruch der europäischen Bewerbe" an die Wand zu malen bringt nichts, denn das wird nicht passieren. Schlimmstenfalls müssen UEFA und Clubs bis zum Zusammenbruch dieses Experiments etwas kleinere Brötchen backen, was auch nicht das schlechteste wäre. Aber wie bereits erwähnt: die UEFA wird einknicken, ihre Bewerbe rein auf die Forderungen der "Grossen" ausrichten und sich so dauerhaft erpressbar machen, obwohl diese "Ligagründung" eine leere Drohung darstellt..;-))
    1. Antwort von Roger Gasser  (allesrotscher)
      Es wäre gar nicht schlecht wenn die CL ohne diese 12 weitergeführt würde. Die UEFA könnte dann die Gelder und die Startplätze gerechter verteilen und es kämen andere Clubs in die CL und zu finanziellen Vorteilen. Die Nationalen Meisterschaften würden wie bisher weitrrgeführt, ausser das halt
    2. Antwort von Roger Gasser  (allesrotscher)
      Fortsetzung: der Meister evtl. In der Superliga spielt und der 2. oder 3. In der CL zum Zugr kommt.
    3. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @ Gasser - Wer sich auf diese "Superliga" einlässt hat in Bewerben unter den FIFA- und UEFA-Dächern nie wieder etwas zu suchen! Dass die UEFA dies als Chance für gerechten Sport in Sachen Startplätze und Verteilung der Geldtöpfe sehen sollte statt sich von den Grossclubs erpressen zu lassen, sehe ich auch so. Aber das wird vorläufig nicht passieren. In die Champions League gehören nur amtierende nationale Meister - und allenfalls die Cupsieger, sonst keiner! 2. 3. usw = Europaleague....;-))
    4. Antwort von David Peier  (RobDiNero)
      Was für Gelder? Wäre die CL noch interessant für die Sponsoren wenn diese Clubs nicht mehr teilnehmen?

      Wie siehts in der heimischen Liga aus? Spitzenspiel zwischen Eibar und Cadiz? Genau... Darauf haben Adidas und Nike gewartet - das verkauft sich!