Der Platzverweis von Breel Embolo schlägt auch gut zwei Wochen nach dem Aus der Schweiz im WM-Viertelfinal gegen Argentinien hohe Wellen. Am Montag meldete das International Football Association Board (IFAB), welches die Regeln im Fussball bestimmt, dass die rote Karte in jenem Spiel nicht regelkonform gewesen sei.
Die sogenannte «Mistaken Identity»-Bestimmung diene ausschliesslich dazu, einen irrtümlich verwarnten oder des Feldes verwiesenen Spieler zu identifizieren.
Fifa: «Gerechtigkeit wiederhergestellt»
Nun nahm die Fifa zum Vorfall Stellung. «Wir betrachten dies weder als Fehler des Schiedsrichters noch des VAR, sondern als eine Entscheidung, die die Gerechtigkeit wiederhergestellt hat», lässt der Weltverband verlauten. Man habe das Rundschreiben des IFAB zur Kenntnis genommen und sei mit der Instanz «fortlaufend in Kontakt» gewesen.
«Das IFAB hat bestätigt, dass diese Auslegung zulässig ist, positiv aufgenommen wurde und Teil der Diskussionen über eine Überarbeitung des VAR-Protokolls sein wird», schrieb die Fifa weiter.
SFV meinte: «Das tut natürlich weh»
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hatte schon am Dienstag Stellung bezogen und meint: «Das IFAB-Zirkular bestätigt uns in unseren ersten Emotionen während und nach dem Spiel gegen Argentinien. Das tut natürlich weh. Am Ergebnis des Spiels lässt sich aber nichts mehr ändern. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig präzise, einfach verständliche und einheitlich angewendete Spielregeln für den ganzen Fussball sind.»