Fabian Schär: Herausforderungen auf und neben dem Platz

Am Dienstagabend will sich Fabian Schär gegen Norwegen in der Schweizer Innenverteidigung rehabilitieren. Im Gespräch mit der «sportlounge» sprach der FCB-Spieler darüber, was sein später, aber umso steilerer Aufstieg auch neben dem Platz bedeutet hat.

Video «Fabian Schär in der «sportlounge»» abspielen

Fabian Schär in der «sportlounge»

11 min, vom 10.9.2013
Zusatzinhalt überspringen

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Das WM-Qualispiel der Schweiz in Norwegen können Sie ab 18.40 Uhr auf SRF zwei und im Livestream mitverfolgen.

«Wir wissen, wie wir als Team agieren müssen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden» - dass bei dieser Aussage, wie sie Fussballer öfter machen, mit dem Team die Schweizer Nationalmannschaft und der Erfolgsspur der Weg an die WM 2014 gemeint ist, hätte Fabian Schär vor einem guten Jahr wohl nicht zu träumen gewagt.

Vom Bank-Lehrling zum Nationalspieler

Schär kickte damals noch für den FC Wil in der Challenge League. Anders als andere Jungtalente im Schweizer Fussball konzentrierte er sich in seiner Jugend auf das Absolvieren einer Banklehre. «Voll auf Fussball zu setzen, das war gar nie ein Thema. Ich wollte eine gute Grundausbildung, die habe ich gemacht. Und ich bin froh darum.»

Mittlerweile ist Schär unbestrittener Stammspieler beim FCB und hat gegen Island auch seinen ersten Nati-Treffer erzielt. Eine Erklärung für seinen raschen Aufstieg hat der 22-Jährige nicht bereit. «Die Entwicklung setzte bei mir einfach zu einem späteren Zeitpunkt als bei anderen. Warum, das weiss ich auch nicht.»

Guter Verteidiger, schlechter Koch

Die Umstellung auf dem Platz hat Schär also mit beeindruckender Leichtigkeit geschafft. Doch wie sieht es daneben aus? «Es war schon speziell, nach Basel zu ziehen und einen Haushalt alleine führen zu müssen», meint er und verrät: «Ich bin nicht der beste Koch. So oft wie möglich versuche ich einen Teamkollegen zu überreden, mit mir auswärts essen zu gehen.»

Das persönliche Umfeld ist Schär wichtig. Auch in dieser Hinsicht war der Wechsel ans Rheinknie eine Herausforderung: «Ich versuche aber, den Kontakt zu meinem Umfeld zu halten. Das gelingt mir bisher sehr gut.»

Schär lässt in seinen Äusserungen keinen Zweifel offen: Der Innenverteidiger ist auf und neben dem Platz bei den Grossen angekommen. Einzig die durchzogene Leistung beim Spiel gegen Island dürfte seine Laune derzeit trüben. Doch in dieser Hinsicht kann er – sofern ihm Ottmar Hitzfeld das Vertrauen schenkt– am Dienstagabend gleich selbst zur Korrektur ansetzen.