Mühevoller 2:0-Sieg der Schweiz in Island

Die Schweizer Nationalmannschaft hat in Reykjavik einen mühevollen 2:0-Sieg gegen Island eingefahren und bleibt Tabellenführer. Tranquillo Barnetta und Mario Gavranovic sicherten der Schweiz den 3. Erfolg in der WM-Qualifikation.

Viel war der Elf von Ottmar Hitzfeld bis zum 1:0 Barnettas in der 65. Minute nicht gelungen. Zahlreiche Pässe fanden ihren Abnehmer nicht, der Auftritt gegen die Nummer 97 der Welt wirkte insgesamt fahrig.

Island mit Lattenschuss

Allerdings machten es die Isländer den Schweizern nicht einfach. Die Mannschaft von Coach Lars Lagerbäck spielte mutig nach vorne und erarbeitete sich mehrere gute Torchancen. Birkir Bjarnason kam einem Torerfolg nach einer Stunde am nächsten, als der Söldner von Serie-A-Aufsteiger Pescara bei seinem Abschluss nur die Latte traf.

Immer wieder Benaglio

Rettete bei Bjarnasons Knaller die Latte für Benaglio, so machte der Schweizer Keeper zuvor mehrere Chancen der Gastgeber mit tollen Reflexen zunichte. Schon nach einer Viertelstunde entschärfte er einen Freistoss von Tottenhams Gylfi Sigurdsson und kurz vor der Pause fischte er Alfred Finnbogasons Schuss aus der nahen Ecke.

Die Schweizer waren in den ersten 45 Minuten nur durch Gökhan Inler und Granit Xhaka einigermassen gefährlich in Erscheinung getreten.

Barnetta herrlich ins hohe Eck

Auch nach dem Seitenwechsel deutete vorerst nichts auf einen Torerfolg der Eidgenossen hin – bis Barnetta den Ball nach 65 Minuten herrlich von der Strafraumgrenze ins hohe rechte Eck zirkelte. «Das 1:0 fiel zum richtigen Zeitpunkt für uns», analysierte Hitzfeld nach der Partie. Sekunden zuvor hatte schon Valon Behrami nach einem Eckball den Führungstreffer auf dem Fuss gehabt.

Mario Gavranovic, der für den gesperrten Eren Derdiyok spielte, machte mit dem 2:0 in der 79. Minute alles klar. Für den FCZ-Stürmer war es bereits das 4. Tor im Nati-Dress im erst 5. Länderspiel. 2 Minuten zuvor hatte Benaglio bei Finnbogasons Kopfball erneut mirakulös gerettet und den Ausgleich verhindert.

Schweiz souveräne Leaderin

Nach dem Perfekten Quali-Start mit 10 Punkten aus 4 Partien belegt die Schweiz weiter Rang 1 in der Gruppe E. Norwegen hat dank des 3:1-Siegs auf Zypern Island von Rang 2 verdrängt, liegt aber weiterhin 3 Zähler hinter der Schweiz.

Für die Schweiz geht es in der WM-Quali am 23. März auf Zypern weiter. Fehlen wird dann Benaglio, der sich wegen Zeitspiels die 2. gelbe Karte eingefangen hat und damit gesperrt ist. Bis zum Duell mit den Zyprern stehen noch 2 Testspiele an: Am 14. November gegen Tunesien und am 6. Februar gegen Griechenland.